Das Team Sölden spielt auf den Bankraub in Gelsenkirchen an und hat symbolisch auch ein großen Bohrer dabei. Foto:  

Der Umzug der Narrenzunft Neuhausen mit dem Motto „Stroaß nuf und Stroaß nab“ war einmal mehr klein aber fein. Zwölf Gruppen und Zünfte aus nah und fern beteiligten sich.

Bei durchwachsenem Wetter sah man viele Besucher am Straßenrand in Neuhausen, um den Umzug mit seiner Besonderheit, dass die Teilnehmer zweimal vorbeiziehen, zu erleben. Schon traditionell mit dem Musik- und Trachtenverein Neuhausen an der Spitze ging es über die Forststraße und das Müllergässle wieder zurück zum Startpunkt in der Schulstraße.

 

Der Gastgeber, die Geisterrecken und Wolfsnarros der Narrenzunft Neuhausen, schlossen sich als Fußgruppe an – mit dabei auch der Wagen mit der Burg. Hier warf der Narrensamen eifrig „Kamelle“.

Aus der Gesamtgemeinde waren die Glasbachhexen aus Buchenberg zu Gast. Sie hatten es vor allem auf die jungen Damen abgesehen, um sie in ihrem Wagen mit Stroh zu bearbeiten. Die Schlierbachnarren aus Schabenhausen beeindruckten einmal mehr mit ihren Gardemädchen, die es sich nicht nehmen ließen, auch bei kühlerem Temperaturen in ihrer schicken Gardeuniform teilzunehmen.

Die Glasbachhexen haben auch ihre Kinder dabei. Foto: Karlheinz Hoffmann

Mit D’Bagasch nahm eine neue Gruppe teil. Erika und Uschi waren immer als Zuschauer vor Ort. Nun kam die Idee auf, auch als Teilnehmer dabei zu sein. Als Raben waren sie zu sehen.

Imposanter Wagen aus Tennenbronn

Gerngesehene Gäste sind auch die Lehr-Hexen aus Niedereschach Die Dorf-Clowns aus Nußbach boten ein farbenprächtiges Bild. Sie waren schon mehrmals Gast in Neuhausen. Die Ichbe-Hexen aus Tennenbronn waren ein paar Jahre nach ihrem jüngsten Auftritt wieder zu sehen. Sie hatten einen imposanten Wagen dabei.

Viele Besucher sind auch kostümiert am Straßenrand zu sehen. Foto: Karlheinz Hoffmann

Die Pestschnäbel aus Balingen hatten den längsten Anfahrtsweg. Diese Gruppe, welche im März 2025 gegründet wurde, bezieht sich auf die langen, vogelartigen Schnäbel der Masken. Diese trugen die Pestärzte im Mittelalter, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Die Glorreichen Sieben heben sich Grönland als Thema ausgesucht. Foto: Karlheinz Hoffmann

Für zwei Neuhauser Gruppen, die schon jahrelang mit tollen Ideen mitwirken, gab es von der Obrigkeit einen kleinen Obolus, der ihre Mühen für Ausstattung und Ausführung würdigen sollte. Die Glorreichen Sieben hatten in diesem Jahr Grönland und Trumpp als Thema gewählt. Das Sölden-Team war als Tresorknacker unterwegs – in Anspielung auf den Bankraub in Gelsenkirchen.

Gute Verpflegung in Besenwirtschaften

Im Reigen der Besenwirtschaften durfte der legendäre Geisterkeller im Anwesen Hezel nicht fehlen. Er hat seinen Ursprung aus der 900-Jahr-Feier im Jahr 1994. Die Wolfsnarro-Schänke bei Rolf und Lisa lud zur Einkehr ein. Die Freiwillige Feuerwehr hatte in ihrem Feuerwehrheim Kaffee, Kuchen und eine Bar im Angebot.

Die Symbolfigur der Wolfsnarros hat in diesem Jahr eine imposante Statur. Foto: Karlheinz Hoffmann

Der FC Neuhausen hatte in einer Garage seine Besenwirtschaft. Auf dem Dorfplatz und im Narrenstüble sorgte der Gastgeber mit einem Angebot aus Bruzzelfleisch, Raclette-Weckle, Schupfnudeln sowie Brat- und Grillwurst für das leibliche Wohl der Besucher und Teilnehmer. Um den Durst aller zu stillen, waren überall verschiedene Getränke im Angebot.