Der Almabtrieb ist die neue Attraktion und Kuh Mathilde der Star in Felldorf. Der Fasnetsumzug ist immer wieder für Überraschungen gut.
Zwei Musikgruppen begleiteten diesmal den Umzug am Sonntag. Doch wer ist wer? Gute Frage: Die Musiker hatten nämlich die Kleider getauscht. Im roten Outfit des Musikvereins Bierlingen steckten die Blechquäler der Felldorfer Narrenzunft und in deren Lumpenkleider die Bierlinger Musiker. Kleiner Scherz muss sein, die Zuschauer am Straßenrand nahmen es lachend zur Kenntnis.
Als Quallen bevölkerten die Felldorfer Kindergartenkinder mit ihren Eltern die Straße. Weiter hinten folgten mit dem Bürgermeister im schwarzen Frack die Pleitegeier, deren Zeit nun gekommen sei, wie auf dem mitgeführten Plakat stand. Kein Wunder, bei so großen Wünschen in Starzach sind die Kassen leer und die Schulden groß.
Gefeiert worden ist in diesem Jahr trotzdem. Die Felldorfer Narrenzunft ist nämlich 50 geworden. Daran erinnerten die betagten Gründungsmitglieder. Doch an Nachwuchs fehlt es bei den Klammhoka nicht, sie überstehen ganz sicher noch weitere 50 Jahre. Für Schwung und gute Laune sorgten die galaktischen Ladies, die in ihren futuristischen Kostümen in Felldorf gelandet sind.
Zwischenstation auf dem Weg nach Mallorca
Der Wachendorfer Wanderclub machte mit seinem Party-Wagen in Felldorf Zwischenstation auf dem Weg nach Mallorca.
Kuh Mathilde stammt eigentlich auch aus Wachendorf, jetzt durfte sie in Felldorf am ersten Almabtrieb teilnehmen. Zu der Gruppe gehörten neben weiteren „Milchkühen“ Senner und Sennerinnen sowie ein Alphorn-Trio. Die langen Instrumente schoben die Bläser bequem auf Rädern. In der Ortsmitte hielten sie zu einem Konzert an, während die Kühe einen fröhlichen Tanz aufführten.
Die Musiker waren am Bürgerhaus bereits angekommen und spielten jetzt vereint Fasnetshits. Die Zuschauer freuten sich bei zwar kühlem, aber trockenem Wetter über den bunten Umzug.