40 Jahre gibt es die Hiddehocker Mettstett schon – das muss ordentlich gefeiert werden. Und das ließen sich die Dürrenmettstettener nicht zweimal sagen: Sie stellten ein Fest auf die Beine, das sich sehen lassen konnte.
Nach einem Aufbau-Marathon von Mittwoch an begann das Festwochenende am Samstagabend mit einer „Schaffhäsparty“ samt Weizenstand und Essen auf die Hand.
Bis spät in die Nacht wurde gefeiert, wie es sich für die Hiddehocker gehört. Auch der Sturm in der Nacht, der sogar das große Zelt anhob, bereitete dem Fest kein Ende.
Baujahr 1941 bis 2023
Das Highlight des Sonntags war ohne Zweifel das Schleppertreffen: Schon vormittags kamen Fahrzeuge aus Nah und Fern zur „Hidde“, dem Vereinsheim in der Leinstetter Straße, um sich zum großen Schlepperumzug anzumelden.
Am Ende waren es über 200 Teilnehmer, das älteste Fahrzeug Baujahr 1941, das neuste aus dem letzten Jahr. Von sechs bis 250 PS kam eine bunte Mischung verschiedenster Schlepper zusammen.
Schaulustige am Straßenrand
Sogar von Bildechingen, Tübingen oder Balingen waren Fahrer gekommen – etwa die Hälfte der Fahrzeuge stammte aus dem Umkreis Dürrenmettstettens bis 40 Kilometer. Aber auch aus dem Ort selbst nahmen einige Schlepper am Umzug teil.
Angeführt wurde der Korso von zwei Ausschussmitgliedern der Hiddehocker, etwa eine halbe Stunde dauerte es, bis alle Fahrzeuge den Parkplatz verlassen hatten. Durch den ganzen Ort führte die Route die Schlepper, die teilweise mit Sonnenblumen geschmückt waren und deren Fahrer den Schaulustigen am Straßenrand zuwinkten.
Drehzahl und Drehmoment
Im Anschluss gab es die Möglichkeit zur Leistungsprüfung mit Liveübertragung, die die Aufmerksamkeit etlicher Interessierter auf sich zog. Drehzahl, Drehmoment und Leistung wurde gemessen, wobei „gewinnen“ nicht im Vordergrund stand. Die Kinder konnten sich in einer großen Hüpfburg austoben.
Aber auch das gemeinsame Essen und Trinken kam nicht zu kurz: Trotz der Urlaubszeit strömten die Besucher auf das Festgelände, ließen sich bei musikalischer Unterhaltung durch den Musikverein Dettingen Geschnetzeltes, Linsenbolognese und Pommes schmecken.
Über 500 Besucher
Die Spätzle, Spaghetti und Linsen stammten aus Dürrenmettstettener Produktion und auch der Kartoffelsalat wurde selbst gemacht, so Jessica Pfau, erste Vorsitzende der Hiddehocker. Dementsprechend waren beispielsweise die 250 Portionen Geschnetzeltes nach dem Mittag ausverkauft, auch Pommes mussten nachgekauft werden.
Innerhalb von zwei Stunden wanderten 20 ganze Kuchen über die Theke. Unterstützung in der Küche erhielten sie von der Narrenzunft Leinstetten. Insgesamt waren es deutlich mehr als die erwarteten 500 Besucher.
Vesper mit Musik
Auf die Frage, ob sie zufrieden seien mit dem Fest, antwortet Pfau: „Mehr als zufrieden!“ Das Wetter habe ihnen gut in die Karten gespielt, Gäste aus nah und fern haben sich einladen lassen.
Den Ausklang bildete ein zünftiges Vesper mit Wurstsalat, das die Band „The Polka Seven“ musikalisch umrahmte. Die Hiddehocker zeigten mit diesem Fest einmal mehr, dass sie das Feiern in den 40 Jahren keineswegs verlernt haben.