Wenn der Bauer nicht mehr säen kann: Der Bierlinger Umzug greift politische Themen auf. Foto: Steinmetz

Der Windpark in Starzach und Bauernproteste: Beim Fasnetsumzug am Rosenmontag in Bierlingen sind aktuelle politische Themen aufgegriffen worden.

An der Bushaltestelle stellten sich die Umzugsteilnehmer auf. Da konnte man auch in Ruhe die Protestplakate lesen: „Jedem Bürger ein Rädle“ – allerdings lieber Wursträdle als große Windräder, meinten die Donnerstagsseniorenwanderer (DoSenBier), die um die schöne Starzacher Toskana-Landschaft fürchten. Auf einem anderen Plakat wird um Ruhe im Gemeinderat gebeten: „Id störa, die SWT duat se betöra.“ Gute Gründe gibt es, um die deutsche Landwirtschaft zu retten, denn sonst leeren sich die Teller. Außerdem gäbe es „ohne Bauer keinen Biergenuss“ und keine Sendung „Bau(e)r sucht Frau“. Da haben die „Läufer“ ihren Zunftmeister Michael Baur auch noch auf die Schippe genommen.

Kapelle des Musikvereins spielt

Beim Umzug gab die Kapelle des Musikvereins den Ton an und damit das Startzeichen, sich Richtung Bürgerhaus in Bewegung zu setzen. Dahinter folgten die Tanzmädchen des Musikvereins mit ihrer Leiterin Jessica Deuble sowie die Bierlinger Moofanger und Hexen.

Der Kindergarten tauchte in die geheimnisvolle Unterwasserwelt ein. Das „Kids-Team“ der Narrenzunft hatte sich das Umzugsmotto Märchen ausgesucht. Die Gruppe gab mit ihren Zwergen und Zauberern ein buntes Bild ab. Eine Frauengruppe machte derweil mit den Zuschauern am Straßenrand Gymnastikübungen. Die Mexikaner des Wachendorfer Wanderclubs hat Zunftmeister Michael Baur, der den Umzug kommentierte, ebenfalls willkommen geheißen. Sie führten ihre Cantina mit und schenkten Tequila aus.

Anschließend Kinderball

Die Kapelle machte auf der Kirchentreppe nach dem Umzug Stimmungsmusik zum schunkeln und mitklatschen. Anschließend ging es zum Kinderball im Bürgersaal. Abends fand dort der Zunftball statt.