Kreative Wagen gehören fest zum Umzug in Altdorf. Hier sind Schwarzwaldelfen unterwegs. Foto: Decoux

57 Gruppen sorgten beim Narrenumzug in Altdorf für tolle Stimmung. Vom regnerischen Wetter ließen sich Zuschauer und Zünfte nicht abhalten.

Trotz hanseatischem Schmuddelwetter zog es viele Zuschauer nach Altdorf, um am Samstagmittag das närrische Defilee der „Sendewelle“ durch Baisrols Straßen zu genießen. Die Umzugsteilnehmer hatten „oben, unten, hinten und vorne gute Laune“ mitgebracht, und die Zaungäste ließen sich gerne zum gemeinsamen Tänzchen und Schabernack animieren. Umzugsmeister Christian Hiller hatte mit seinen Helfern die 57 Gruppen perfekt getaktet. Für einen reibungslosen und störungsfreien Ablauf war somit gesorgt.

 

Angeführt wurde der bunte Lindwurm von der Altdorfer Musikkapelle unter der Leitung von Markus Obergföll. Zunftmitglied Christoph Hunn präsentierte stolz mit seinem Gefährt den diesjährigen Narrenbau, begleitet von einer Schar Hästräger.

Das Kinderballett grüßte aus dem Sendewelle-Zügle und der rechtzeitig wieder genesene Oberzunftmeister Michael Andlauer zeigte sich zusammen mit seinen Pagen Steffi und Anna sehr großzügig mit süßen Wurfgeschossen. Mit im Gepäck hatte er seinen Narrenrat samt Stefan Kiss, dem Hüter des diesjährigen Sendewelle-Lichts. Groß war die Anzahl der Zwerge aus der gleichnamigen Altdorfer Kinderoase, angeführt von Chefin Anja Ohnemus.

Narren haben Valentinsrosen dabei

Ebenfalls aus Altdorf waren viele Fußballer, verstärkt durch ihre Ettenheimer Kollegen als Bergleute unterwegs. Die Roßbachhexen trieben allerlei Scherze, hatten aber für die älteren Mädels auch Valentinsrosen im Gepäck.

Die Grusilochzottli aus Lahr Foto: Decoux

Die Gruppe „Berg und Tal“ um Ortsvorsteherin Manuela Steigert bezauberten als Schwarzwaldelfen mit männlichem Gefolge. Groß war die Schar der „Hoorigen“ aus Ettenheim, die in diesem Jahr sogar die Stadtkapelle mitbrachte. Immer gerngesehen sind auch die Hähnlefeldhexen mit ihrem Chef Mario Haid.

Aus Ettenheimweiler waren viele „Wölfe“ mit auf der Strecke. Aus der näheren Nachbarschaft kamen die Erzklopfer und Stollenhexen aus Ringsheim, die Schelmewinker und Hexe aus Kippenheim, die Rhinschnooge und Rhinwaldmaidli aus Kappel und die Hexen aus Grafenhausen.

Die Narrenzunft Sendewelle war stark vertreten. Foto: Decoux

Des Weiteren kamen die Gäste neben der weiteren Umgebung von Altdorf vom Albtrauf (Funkenhexen Spaichingen), über den Hochschwarzwald (Hexen und Geister aus Blumberg) bis hin zum Hochrhein (Froschclique Minseln/Rheinfelden).

Musikalisch wurden die Besucher und Umzugsteilnehmer bestens von zahlreichen Guggenmusiken unterhalten. Phon- und motivstark gehören beeindruckende Wagengruppen zum festen Bestandteil des Altdorfer Umzugs. In diesem Jahr zogen die Sändleschrüber Oberhausen als Vampire, die Denzlinger Lausbuabe als Polizisten des Wasserschutzbehörde, die Bierkönige zum Thema Peter Pan, die Zäpfle aus Wasenwieler zum Thema Super Mario, die Saukepf aus Kappel als Jim Knöpfe und die Milchgässler aus Denzingen mit ihrem Zauberwald durch Baisrols Straßen. Moderiert wurde der Umzug von der Zeremonienmeisterin von der Ehrentribüne am Adlerplatz.

Der Ausklang

Nach dem Umzug war in Altdorf noch lange nicht Schluss. An zahlreichen Verpflegungsständen im Ort, dem Narrendorf bei der Halle und der „wilden Sau“ im Ortskern genossen die Umzugsteilnehmer zusammen mit ihrem Publikum bei Musik, Essen und Getränken bis weit in die Nachstunden das närrische Treiben.