Der Kindergarten St. Josef hatte in der Vergangenheit ein massives Platzproblem. Ein Neubau für die Krippenkinder entzerrt die Enge. Jetzt wurden die neuen Räume bezogen.
Die Trennwände in der Notzulassung des Kindergartens St. Josef sind Geschichte. Zu Beginn des Monats März sind die Krippenkinder in die neuen Räume umgezogen. Einige Tage davor durften sie ihr neues Reich erkunden und sich vorstellen, wie sie dort einmal spielen.
Dann wurden alle Habseligkeiten, Möbel und Spielsachen zusammengepackt und in die neue Bleibe gebracht.
In der Vergangenheit hatte der Kindergarten St. Josef mit massivem Platzmangel zu kämpfen. Räume wurden umgewidmet, Trennwände aufgebaut und manch eine Gruppe hat eine Not-Zulassung – am Ende konnte aber nur ein Erweiterungsbau das Platzproblem beheben.
Der Neubau stand schon lange auf der Agenda
Ein Neubau war schon seit längerer Zeit im Gemeinderat ein Thema, im September 2021 wurde schließlich ein Knopf an die Pläne gemacht. Der Neubau beherbergt von nun an zwei Gruppen, die „Käfer“ und die „Frösche“ mit Kindern unter drei Jahren.
Der eingeschossige Bau ist dank der großen Fenster hell mit Tageslicht durchflutet. Den Haupteingang erreicht man rechts vom Spazierpfad des Altenpflegeheims aus – so sind die Kinder vom Straßenverkehr geschützt.
Nachdem die Kinder die Schleuse passiert haben, eröffnet sich ihnen ein großer Spielflur. Der offen gestalteter Eingangsbereich lässt viel Spielraum zum Gestalten zu verschiedenen Themen wie Weihnachten und Ostern.
Gruppenräume sind auf die Bedürfnisse zugeschnitten
Perfekt auf die Bedürfnisse der Jüngsten verfügen beide Gruppenräume über jeweils einen Schlaf- und Nebenraum. Außerdem gibt es in jedem Gruppenraum ein Waschbecken mit Spülgelegenheit, um lange Wege zu vermeiden, wenn mal etwas verschüttet wird.
Gleich rechts von der Schleuse geht es in den Kindersanitärbereich. Der Abstellraum bietet Platz für die zwei Kinderbusse und ist von außen erreichbar. Zudem verfügt der Neubau über Nebenräume wie eine Küche, einen Personalraum, ein Büro und einen Materialraum.
Zur Außenanlage hin gibt es einen Windfang, wo die Kinder nach dem Spielen im Garten ihre Schmutzschuhe und Matschhosen ablegen können, so dass die anderen Räume sauber bleiben.
Lieferschwierigkeiten verursachen Verzögerungen
Eigentlich war geplant, im Herbst vergangenen Jahres in den Neubau zu ziehen, doch eine Verzögerung sei hauptsächlich Lieferschwierigkeiten von Kleinteilen geschuldet, hieß es. Jetzt fehlt nur noch die Außenanlage, die im Frühjahr fertig gestellt werden soll. Dort fehlen noch Spielgeräte, wie eine Vogelnestschaukel, ein kleines Spielhaus und ein Sandkasten.
Zur Eröffnung der Kinderkrippe gibt es auch eine neue Leitung: Ab dem kommenden April wird der Kindergarten St. Josef von Linda Konzelmann (mit Sitz im Kindergartengebäude) und als Stellvertreterin Ramona Sulzer (mit Sitz im Krippenhaus) geleitet.
Fakten zum Gebäude
Baukosten
Die Kosten für den Neubau wurden im Haushalt der Gemeinde mit 1,43 Millionen Euro veranschlagt.
Fläche
Das Gebäude hat rund 320 Quadratmeter Nutzfläche für zwei Gruppenräume mit Nebenräumen.
Umwelt
Durch das Holzbausystem hat man einen optimalen U-Wert und das trägt dazu bei, dass die Heizkosten dauerhaft gesenkt werden. Beheizt wird die Kita über das Nahwärme Netz von Grosselfingen. Alle Böden haben Fußbodenheizung. Das Flachdach erhält eine Begrünung, die das umweltfreundliche und ökonomisches Konzept hervorragend abrunden.