„Entscheiden Sie sich gegen diese Beschlussvorlage!“, lautet der Appell unseres Lesers Sebastian Faulhaber aus Rottweil zum Materialkonzept für den Friedrichsplatz.
Sehr geehrte Mitglieder des Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschusses, Sie erhalten am Mittwoch einen Beschlussvorlage über ein Materialkonzept für den Friedrichsplatz, welches das Erscheinungsbild der Innenstadt falsch interpretiert.
Das Büro Greenbox stellt ein Kopfsteinpflaster als die beste Wahl für die Fahrbahn und die angrenzende Sitzplätze dar, obwohl viele Argumente dagegen sprechen. Die „Belagsmatrix“, die der Vorlage beigefügt ist, ist subjektiv erstellt. Um das Wohnen in der Innenstadt attraktiv zu machen und Lärm zu reduzieren, werden alle gepflasterten Gässle, die Verkehr vertragen, asphaltiert.
Der Friedrichsplatz wird auch weiterhin mit bis zu 20 Kilometern pro Stunde für Busse und Kraftfahrzeuge befahrbar sein. Das Argument des Platz-Charakters wie in der oberen Hauptstraße oder dem Münsterplatz ist damit hinfällig.
Damit tut man Anwohnern und Besuchern keinen Gefallen
Optisch mag das Pflaster die im Vergleich zu Asphalt immensen Kosten wettmachen, der Aufenthaltsqualität durch Lärm für Anwohner und Besucher tut dieser Belag aber keinen Gefallen. Die Richtlinie für Lärmschutz an Straßen ermittelt, dass bei erst bei maximal zehn Kilometer pro Stunde gleiche Emissionswerte wie beim Asphalt entstehen.
Die Drei-Dezibel-Erhöhung von Asphalt zu Kopfsteinpflaster, nimmt das menschliche Ohr als deutliche Erhöhung wahr. Auf die Belagsart Betonsteinpflaster wie in Zimmern muss ich Sie nicht hinweisen. Entscheiden Sie sich gegen diese Beschlussvorlage!
Sebastian Faulhaber, RottweilSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.