Horbs OB Michael Keßler (CDU) will nach Ostern den Kernstadtumbau starten. Worauf sich die Bürger im Mai freuen können.
In seiner Haushaltsrede hatte Horbs OB Michael Keßler (CDU) erstmals konkrete Summen beim Stadtumbau genannt. Jetzt macht er klar: Der Startschuss wird schon nach Ostern sein.
Interessant: Sein Amtsvorgänger Peter Rosenberger (CDU) hatte bereits die Zahl von 22 Millionen Euro aufgerufen. So viel hatte der Stadtumbau von Nagold die dortige Kommune Gemeinde gekostet. Bei diesem Etat bleibt es unter Keßler auch.
Horbs Stadtoberhaupt Keßler: „Wir haben für den kompletten Umbau der Kernstadt Horb inklusive Parkring 15 Millionen Euro Kosten ermittelt. Die beruhen auf den Planungen der Firma TDB. Mit diesen Kosten gehen wir Ende April auch in die Gemeinderatssitzung. Da wollen wir konkret beschließen, wie der Umbau ablaufen soll. Welcher Zeitablauf, welche Abschnitte, welche Gestaltung und vieles mehr. Das wollen wir konkret beschließen.“
Ist der Kostenrahmen einzuhalten?
Keßler: „Aus heutiger Sicht sind die Zahlen belastbar. Natürlich wird es auch eine Anwohnerbeteiligung geben. Wo kommen Parkplätze hin, wo Bäume und ähnliches. Dazu kommen noch die Umbaumaßnahmen für das, was in der Neckarstraße unter der Erde ist. Das ist aber Stadtwerke-Etat.“ Die Ingenieursplanungen für diese Arbeiten in Höhe von knapp 700 000 Euro wurden im letzten Gemeinderat beschlossen.
Die Animationen aus dem städtebaulichen Wettbewerb vom Fruchtkasten-Areal inspirieren Horb. Der Gemeinderat hat ihn ja schon besichtigt...
Keßler: „Der Bürger wird am Samstag, 9. Mai, dazu die Gelegenheit haben. Wir laden dann am Tag der Stadterneuerung zur Besichtigung ein. Mit Führungen und Plänen zur Erläuterung. Damit wir diskutieren und Anregungen holen können.“
Ihr Vorgänger Peter Rosenberger hatte eine Architektenstudie erwähnt. Mit Ratssaal, Stadtbibliothek...
Keßler: „Wir haben die Studie auch intern im Haus noch mal weitergedacht. Wir haben sie in der Klausur mit dem Gemeinderat diskutiert und deren Anregungen mitgenommen. Die Idee Ratssaal im Fruchtkasten Horb ist ziemlich verdichtet. Klar ist auch, dass wir einen Großteil mit öffentlicher Nutzung belegen sollten. Unser Wunsch ist auch, dass sich Themen wie Gastro dort wiederfinden sollten.“
Der Etat dafür liegt bei 7 Millionen Euro. Sie hatten gesagt, die Sanierung des Fruchtkastens muss nicht unbedingt parallel zum Kernstadtumbau sein.
Keßler: „Es wäre möglich. Wir glauben aber nicht, dass das sinnvoll ist. Mit dem Sanierungsgebiet haben wir gerade die Möglichkeit, jetzt eine Finanzierung hinzubekommen und das ganze koordiniert zu machen. Ohne konkretes Nutzungskonzept wird das in der Aprilsitzung schwierig. Unser Ziel ist es, das vor dem Sommer oder über den Sommer hinzubekommen.“
Wie belastbar ist hier der Kostenrahmen?
Keßler: „Da wird ein denkmalgeschütztes Gebäude umgebaut mit allen Risiken. Das auf diesen Kostenrahmen festzunageln, ist nicht seriös.“