Am ersten Schulkinotag zeigten sich Zweit- und Drittklässler der Rosen- und der Friedensschule begeistert vom Film „Moon, der Pandabär“ – die Geschichte eines Jungen, der sich mit einem Pandabären anfreundet. Foto: Ingrid Kohler

Das Kommunale Kino Trossingen begeisterte an zwei Tagen rund 200 Schüler mit zwei Filmen.

Das Kommunale Kino Trossingen hat seit Sommer 2025 eigentlich „Zwangspause“ – die ehemalige Spielstätte im Lindensaal wurde mit dem gesamten Gebäudekomplex der Linde verkauft und wird derzeit zum Gebetssaal der Trossinger Bildungs- und Begegnungsstätte eingerichtet.

 

Um aber den Trossinger Schulen die seit mehreren Jahren stets gut besuchten Schulkinofilme auch in diesem Jahr zu zeigen, hat die Vorsitzende des Kommunalen Kinos, Anke Weier, für zwei Tage den kleinen Saal im Konzerthaus von der Stadt angemietet, denn „wir als Kommunales Kino haben einen Bildungsauftrag“, so Anke Weier.

Die Filme seien sorgfältig von ihr gemeinsam mit den Lehrern ausgewählt worden, um Bildungsinhalte zu bereichern. Es sei ein erfrischender Ansatz für Bildung, der die Grenzen des traditionellen Klassenzimmers sprenge und „Schülerinnen und Schüler auf eine Reise durch die Welt des Films und des kritischen Denkens mitnimmt“.

Der Film diene als ein lebensorientiertes Medium, denn „Kinder und Jugendliche sammeln bereits in der heutigen Zeit sehr früh Erfahrungen aus dem alltäglichen Umgang mit Filmen und bewegten Bildern im Fernsehen, auf YouTube und dem Smartphone“, betont Anke Weier.

Sowohl Schulkinowochen als auch Schulkinotage werden von Bund und Land unterstützt, um die Filmbildung zu fördern und das Kino als einen ästhetischen wie auch sozialen Erlebnisraum wahrzunehmen.

Insgesamt kamen an zwei Tagen rund 200 Grundschulkinder der Klassen zwei und drei der Grundschulen Rosenschule und Friedensschule, aber auch Solwegschüler in den Genuss des Schulkinos. Bereits im Vorfeld erhielten die Schüler eine Eintrittskarte „für die Einstimmung aufs Kino für ein schönes Erlebnis und als schöne Erinnerung“, erzählt Anke Weier.

Während am zweiten Tag der Film „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“, gezeigt wurde, nahm Anke Weier am ersten Tag vor dem Film „Moon, der Pandabär“ die Schüler mit Fragen und Antworten auf eine spannende Reise von Deutschland nach China zu den gefährdeten Pandabären und erzählte, dass der Film in einer Auffangstation gedreht wurde.

Im Film entwickelt sich besondere Freundschaft zwischen dem Jungen Tian und dem kleinen Panda Moon, die zusammen einen Sommer voller Abenteuer verbringen. Da waren nicht nur die Kinder vollauf begeistert, sondern auch die Lehrer, denn „der Film greift etliche aktuelle Bereiche auf, wie beispielsweise den Leistungsdruck der Eltern, den sie auf die Kinder ausüben“, so Weier.

Der Film vermittle auch das Thema Selbstwertgefühl und den Umgang mit Tieren. Viele dieser aktuellen Themen würden auf sehr schöne Weise eingespielt.