Rund um den Stuttgarter Eckensee und die Oper haben wir Passantinnen und Passanten gefragt, ob Kultur für sie wichtig ist und was ihnen zurzeit am meisten fehlt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Während der Coronapandemie fehlen vielen Stuttgarterinnen und Stuttgartern kulturelle Angebote wie Theater, Konzerte oder Ausstellungen. Hier erzählen sie, warum ihnen das wichtig ist.

Stuttgart - Nicht jedem sind Kunst und Kultur wichtig – zumindest nicht die klassische Hochkultur. So denkt der 23-jährige Niki Jahimovski als erstes an altehrwürdige Gebäude und Dinge, die ihn nicht interessieren, als er danach gefragt wird, wie wichtig er Kunst findet. „Ich persönlich war noch nie in einem Museum“, gibt er zu. Und doch gibt es eine Art von Kultur, die er wichtig findet – Clubkultur zum Beispiel. „Auf Konzerten war ich auch noch nie wirklich, aber Diskotheken fehlen mir unheimlich. Wenn Sie mir sagen würden, da ist eine Diskothek offen, würde ich alles stehen und liegen lassen und dorthin gehen. Und selbst wenn der Türsteher dann sagen würde, dass ich nicht reinkomme, würde ich sagen: Danke für diesen Moment!“, lacht er.

Aus unserem Plus-Angebot: Dokumentation von Milan Skrobanek – Wie wichtig ist Kunst?

So haben die meisten eine Art von Kunst und Kultur, die für sie einen gewissen Stellenwert im Leben hat – und die sie derzeit vermissen. Peter Stein aus Osnabrück ist zu Gast in Stuttgart und schaut sich die Kunst an, die im öffentlichen Raum verfügbar ist: zum Beispiel Denkmäler. Der 57-Jährige schätzt die klassische Hochkultur, geht gerne ins Theater und in Museen, vor allem in fremden Städten. „Allgemein bereise ich gerne Städte, das bildet und macht freier im Denken. Dass die Freizügigkeit so stark eingeschränkt ist, stört mich am meisten“, sagt er zur aktuellen Coronasituation.

So wie die beiden Männer, die nicht fotografiert werden wollten, haben uns noch zehn weitere Menschen erzählt, welche Art von Kultur sie wichtig finden und warum. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie!

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