Die Karwoche steht an und damit ebenso der „Endspurt“ der Fastenzeit. Verzicht üben wenige. Genannt werden Süßigkeiten, Chips und Alkohol.
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, die bis Ostersonntag, also 40 Tage lang dauert. Wie halten es die Menschen mit dem Verzichten? Unsere Mitarbeiterin hat sich in Weil am Rhein entlang der Straßen und auf den Plätzen umgehört.
Sabine Bruckner: Ja, tatsächlich bis Ostern esse ich keine Süßigkeiten und keine Chips. Die Abendnascherei fällt bei mir 40 Tage lang aus. Ich mache dies zum ersten Mal, weil ich sehen wollte, wie das funktioniert. Es fällt mir tatsächlich schwer, auf diese liebgewonnen Gewohnheiten zu verzichten. Und, dabei hat mein Verzicht weder mit der Religion, noch mit der Gesundheit zu tun. 40 Tage können sehr lange sein, habe ich festgestellt. Tagsüber ist es ja in Ordnung, aber Abends merke ich schon, dass mir etwas fehlt.
Waltraud Kimmig:Fasten kann ich das nicht nennen. Ich halte mich zurück und genieße alles mit Maßen. Es gibt etwas weniger, als vorher. Ich möchte in meinem Alter nicht auf alles verzichten. Es ist nicht die Religion oder die Gesundheit, wegen deren ich mich zurück halte. Vielmehr ist es für mich eine Tradition, in der Vorosterzeit Maß zu halten. Tatsächlich, ich fühle mich etwas leichter und ruhiger. Meiner Meinung ist das Verzichten eine Kopfsache.
Claudia Hassler: Fasten kann ich nicht, ich habe immer viel Hunger. Dies schon vor dem Hintergrund, dass ich Metzgerei Fachverkäuferin bin. Wenn ich da die vielen leckeren Sachen vor mir sehe, kann ich mich nicht zurückhalten. Um 4 Uhr morgens stehe ich auf und dann esse ich auch schon etwas. Selbstverständlich verstehe ich, dass es Menschen gibt, die aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen fasten.
Christof Defion: Ich komme aus dem Elsass, dem Land der Genießer. Ich faste nicht. Ob Schokolade, Käse oder Wein, ich genieße alles und das zu jeder Zeit.
Leutrim Avdyli: Ich faste nicht. In Bosnien, wo ich her komme, gibt es drei Religionen. Muslime, Katholiken und Orthodoxe leben dort. Meine Familie feiert also Ostern, das Zuckerfest nach dem Ramadan und Weihnachten. Aber Fasten gehört nicht zur Tradition. Allerdings, ich könnte mir gut vorstellen, eine bestimmte Zeit auf Alkohol zu verzichten. Dies besonders aus gesundheitlichen Gründen.
„Das Leben ist zu kurz“
Rita Bognowski: Weder Religion noch Gesundheit sind für mich ein Grund zu Fasten. Ich achte das ganze Jahr darauf, in allem maßvoll zu sein. Überhaupt, das Leben ist zu kurz, man muss sich auch mal etwas gönnen.
Kein Alkohol, erst wieder am Ostersonntag
Christa Grommelt: Wir trinken nicht sehr viel Alkohol, vielleicht mal ein Bier zum Abendessen. In der Fastenzeit verzichten mein Mann und ich auf jede Form von Alkohol. Ich bin überzeugt davon, dass dient der Gesundheit. Und, am Ostersonntag gibt es dann wieder ein Gläschen Wein.
Eveline Pruß: Beim Fasten, da bin ich nicht dabei. Der Grund, ich weiß, ich würde nicht durchhalten und sowieso wieder schwach werden. Auch in meiner Familie ist das Fasten kein Thema.
Irene Böhm: Fasten, das habe ich noch nie gemacht und, ich werde das auch in der Zukunft nicht tun. Um Maß zu halten brauche ich keine besondere Zeit. Ich halte das ganze Jahr über Maß.