Beim Rundgang wurden die Mitglieder des Altensteiger Bau- und Umweltausschusses von Hochbauamtsleiter Andreas Bayer und Kindertagesstättenleiterin Steffi Rottler (rechts) über durchgeführte Baumaßnahmen und das pädagogische Konzert der Vorschuleinrichtung in der Karlstraße informiert. Foto: Köncke

Eine Glasfassade am Haupteingang und die Umwandlung von Wohnungen im "Sonnenhaus": Die Kindertagesstätte in der Altensteiger Karlstraße ist umgebaut und erweitert worden. Jetzt können dort 95 Plätze bereitgestellt werden. Derzeit besuchen 84 Kinder aus vielen Herkunftsländern die Vorschuleinrichtung.

Altensteig - Der Bau- und Umweltausschuss des Altensteiger Gemeinderats hat die Kindertagesstätte besichtigt, um sich von Hochbauamtsleiter Andreas Bayer über Baumaßnahmen der letzten Zeit unterrichten und von Leiterin Steffi Rottler beim Rundgang durch die Räume über zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten und das pädagogische Konzept informieren zu lassen.

Das Haupthaus in der Karlstraße 11 hat einen überdachten Eingang mit Glasfassade bekommen. Durch zwei Türen – eine für Erwachsene, eine für Kinder – wurde eine direkte Verbindung zum Gartengelände hergestellt. Bisher war der Zugang zu den Außenspielflächen nur über die Gruppenräume möglich. Die Bodenplatte wurde neu verlegt.

Geplant sind noch eine Sitzecke für wartende Eltern und ein Monitor, auf dem Bilder von Veranstaltungen im Kindergarten angeschaut werden können. "Die Stromanschlüsse sind bereits gelegt", sagte Bayer bei der Besichtigung und zeigte auf Steckdosen an der Wand.

Besonderes Betreuungskonzept

Die beiden Gruppenräume im Haupthaus erfüllen nach Auskunft der Kita-Leiterin Funktionen als Rollenspiel- und Kreativzimmer. Verfolgt werde in der Karlstraße in Anlehnung an den Bildungs- und Orientierungsplan von Baden-Württemberg ein besonderes Betreuungskonzept. Dazu gehört für Steffi Rottler, dass sich Kinder "überall frei bewegen dürfen". Ergänzt wird die Einrichtung im Zentralgebäude durch eine kleine Küche, in der die Kleinen unter Anleitung backen und kochen können.

Nächste Station des Rundgangs war das gegenüberliegende, von den Erzieherinnen so getaufte "Sonnenhaus" in der Karlstraße 3. Nach dem Auszug der Mieter wurden die Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Stock sowie der Raum unter dem Dach der Kindertagesstätte zugeschlagen.

Der ebenerdige, bisherige Putz- und Waschraum wurde nach oben verlegt, um Platz zu schaffen für zusätzliche Garderobeflächen im Eingangsbereich. An der Tür des Bewegungsraums hängen kleine Plakate, aus denen hervorgeht, dass Kinder aus 17 Herkunftsländern die Einrichtung in der Karlstraße besuchen.

Im komplett umgebauten ersten Stock wurde der Grundriss verändert, damit eine Gruppe mit besonderen Angeboten gefördert werden kann. Eingerichtet wurden außerdem ein Malatelier, ein Ruhe- und Sinnesraum, ein neuer Sanitärbereich und eine Mensa für Kinder mit Ganztagesbetreuung. Das Mittagessen wird angeliefert.

Rund 460.000 Euro Gesamtkosten

Eine neue Holztreppe führt vom Erdgeschoss in den ersten Stock. Laut Auskunft von Bautechniker Markus Bäuerle belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 460.000 Euro. An Fördergeld fließen 285.000 Euro.

Zum Schluss des Rundgangs bedankten sich Bürgermeister Gerhard Feeß und Hauptamtsleiter Thomas Bräuning für den Einsatz von 20 Erzieherinnen in Voll- und Teilzeit für das "vorbildliche, inhaltliche Konzept" mit viel Freiraum für Kinder. Dazu gehört für Rottler auch die Möglichkeit, das Erdgeschoss des nahegelegenen, ehemaligen Fotostudios Klumpp zum Spielen zu nutzen. Sollte der Bedarf an Plätzen weiter steigen, denkt die Stadt daran, das Wohn- und Geschäftshaus abzureißen und an gleicher Stelle ein Familienzentrum zu errichten.

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