Ein netter Chat im Internet ist einer Frau aus dem Zollernalbkreis zum Verhängnis geworden. Sie wurde um mehrere Tausend Euro betrogen. Die Polizei gibt Tipps.
Was als netter Kontakt in einem Internet-Chat begann, hat für eine Frau aus einer Kreisgemeinde mit dem Verlust von mehreren tausend Euro geendet, teilt die Polizei mit.
Im konkreten Fall nahm der Täter über eine Social-Media-Plattform Kontakt mit der späteren Geschädigten auf und erschlich sich laut Polizei durch geschickte Kommunikation über mehrere Wochen hinweg das Vertrauen der Frau. Durch den Austausch persönlicher Daten wurde der Kontakt auf WhatsApp ausgeweitet.
Im weiteren Verlauf gaukelte der Mann der Frau die frei erfundene Geschichte vor, er würde in Katar arbeiten und dort als Lohn mit Gold bezahlt werden. Er belog die Frau mit dem Problem, dass dort das Gold nicht zu Geld umgetauscht werden könne und er deshalb ausreisen wolle, heißt es in der Mitteilung.
Dazu bat der Kriminelle die Frau um die Leihgabe eines vierstelligen Eurobetrags. Die Frau glaubte den Schilderungen ihres so nett wirkenden Bekannten und zahlte den Betrag per Banküberweisung.
Erst nach weiteren Geldforderungen für angebliche Gold-Transportkosten wurde der Betrug erkannt und Strafanzeige erstattet.
Die Polizei warnt dringend vor dieser wiederkehrenden Betrugsmasche:
Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das so genannte „Love- oder Romance-Scamming“ – fängt harmlos an. Die Scammer suchen laut Polizei auf Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook nach Opfern und durchforsten dort die Mitgliederlisten.
Ausführliche polizeiliche Präventionstipps finden Sie unter dem Link.