Die Künstlerin Ulrike Ottinger vor ihrem Bild von Allen Ginsberg 1965. Foto: ZDF/Ulrike Ottinger

1962 ist die junge Künstlerin Ulrike Ottinger nach Paris aufgebrochen. Ihr Erinnerungsfilm „Paris Calligrammes“ bei 3 Sat lässt uns teilhaben an dem Abenteuer.

Stuttgart - Erinnert sich noch jemand an Kabinenroller? Das waren motorisierte Briefbeschwerer, von einer dünnen Blechhülle umgebene Hohlräume mit Sitzgelegenheit und Auspuff, die in den Adenauerjahren Menschen mit kleinem Einkommen oder großer Selbstironie innerorts als provisorisches Fortbewegungsmittel dienen konnten. Die damals zwanzigjährige Ulrike Ottinger ist 1962 mit so einem Gefährt nach Paris aufgebrochen, was viel über ihre Lust sagt, die Gefilde der Logik und Erwartbarkeit zugunsten surrealerer Erfahrungsräume zu verlassen. Zuverlässig kollabierte Ottingers bunt bemalte BMW Isetta mit ihrem 0,3-Liter-Motor auf halber Strecke, aber eine Gruppe filmgangsterhaft wirkender Männer nahm sich der Gestrandeten an und brachte sie nach Paris. Schon unterwegs also floss das Leben in die Kunst hinüber.

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