Mehr Päckchen als je zuvor kamen bei der Weihnachts-Aktion des Weiler Apothekers und Stadtrats Thomas Harms zusammen. In der Ukraine wird weiter Hilfe gebraucht, sagt er.
Thomas Harms ist mehr als zufrieden. „Wir konnten vielen Menschen in der Ukraine eine große Freude machen“, berichtet er über den Erfolg seiner diesjährigen Päckchenaktion für die Ukraine, zusammen mit der Freiburger Einrichtung „S’Einlädele“.
Seit vielen Jahre schon macht der Weiler Apotheker und Stadtrat mit bei der Weihnachtspäckchen-Aktion der gemeinnützigen, kirchlichen Einrichtung.
Doch nie kamen in Weil am Rhein so viele Päckchen zusammen wie in diesem Jahr: über 300. Rund 8000 waren es insgesamt.
In seiner Apotheke am Rathausplatz gibt er leere Kartons aus, welche die Spender dann befüllt wieder zurückbringen.
Mehr als 300 Päckchen kamen in Weil am Rhein zusammen
Vergangene Weihnachten kamen besonders viele Päckchen zusammen, freut er sich, so viele, dass er sogar leere Kartons nachordern musste.
Nikolai Prokoptchuk, der auch für die von Harms organisierten Lastertransporte zuständig ist, hat mit weiteren Helfern in der Halle der Weiler Ukraine-Hilfe in Märkt auch noch Geschenke umgepackt, welche die Menschen in Tüten bei Harms in der Apotheke abgegeben haben. Schließlich sind alle Spenden an ihrem Ziel angekommen.
Die Lage in der Ukraine hat sich – so ist Harms Worten zu entnehmen – auch in diesem Kriegswinter nicht verbessert.
Tägliche Telefonate nach Kiew
Harms telefoniert täglich mit einem Freund, einem Professor der Kinderklinik, die der Weiler Apotheker und Stadtrat mit seinem Verein Kinderhilfe KiHeV seit vielen Jahren unterstützt. Dieser bestätigt, was auch hier über die Medien zu erfahren ist: Stromausfälle sind immer wieder an der Tagesordnung.
Heizung ist aus, Pumpen stehen still
Für die Betroffenen bedeute das nicht nur, dass die Heizung nicht funktioniert, sondern dass auch das fließende Wasser in den Wohnhäusern nicht läuft, da die Pumpen auf elektrischen Strom angewiesen sind. Um von seiner Wohnung zum Krankenhaus und zurück zu kommen, sei sein Bekannter zuletzt am Mittwoch 24 Stockwerke zu Fuß hinab- und wieder hinaufgestiegen, schildert Harms.
Geld- und Sachspenden – alles, was wärmt – werden weiter gebraucht. Spätestens alle zwei Wochen fährt ein vollgepackter Laster vom Weiler Gewerbegebiet „Im Wörth“ im Teilort Märkt mit Hilfsgütern in die Ukraine. Auch Großspenden träfen immer wieder bei ihm ein, sagt Harms, zuletzt etwa 30 Paletten mit Suppen-Trockenpulver sowie eine Lieferungen mit Schuhen eines bekannten großen Schuhverkäufers.
Spendenkonten: Kinderhilfe KiHeV, Sparkasse Markgräflerland, IBAN: DE22 6835 1865 0008 1311 12; Volksbank Lörrach, IBAN: DE79 6839 0000 0000 8305 55.
Kontakt: Apotheke am Rathaus, Rathausplatz 3, in Weil während der Öffnungszeiten; Kinderhilfe Kiew, Im Wörth 1 in Märkt, Montag bis Samstag, von 15 bis 19 Uhr.