Zum neuen Vorsitzenden des Vereins zur Förderung des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen (VFDU) wird Manfred Kühne (links) als Nachfolger von Adalbert Mayer (rechts) gewählt. Foto: VFDU

Der Verein zur Förderung des Deutschen Uhrenmuseums hat einen neuen Vorsitzenden.

Direkt zum Auftakt der Antik-Uhrenbörse Furtwangen trafen sich die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen (VFDU) zu ihrer Hauptversammlung im Museumsgasthaus Arche.

 

Wahlen Bei den Wahlen gab es einen Wechsel im Vorstand: Adalbert Mayer kandidierte nicht mehr für den Vorsitz, als Nachfolger gewählt wurde Manfred Kühne. Bestätigt wurden die Beisitzer Herbert Enz und Rainer Lübbers sowie Schatzmeister Simon Hall.

Rückblick In seinem Jahresbericht ging Adalbert Mayer vor allem auf das im vergangenen Jahr gefeierte Doppeljubiläum 30 Jahre VFDU und 170 Jahre Uhrenmuseum ein. Bei der diesjährigen Uhrenbörse sei die Stimmung besser gewesen als er erwartet hatte. Das Uhrenmuseum sei auch hier wieder zur Kontaktpflege mit einem Stand vertreten gewesen. Aktuell hat der Verein 148 Mitglieder. Dazu kommen 13 Industrie-Mitglieder im Lorenz-Furtwängler-Kreis.

Finanzen Im laufenden Jahr konnte das Uhrenmuseum dank der finanziellen Unterstützung durch den VFDU bereits zwei neue bemerkenswerte Uhren von Matthias Hipp für 8000 Euro anschaffen. Hipp wäre im Übrigen, so Eduard Saluz, beinahe beim Start der Furtwanger Uhrmacherschule einer der Hauptlehrer geworden. Doch wegen seiner demokratischen Haltung wurde er damals von der Regierung in Karlsruhe abgelehnt. Schatzmeister Simon Hall berichtete darüber hinaus auch über die Anschaffung von drei Jockele-Uhren für das Museum im abgelaufenen Geschäftsjahr für 10 400 Euro.

Museum Nicole Deisenberger, Leiterin des Uhrenmuseums und zugleich stellvertretende Vorsitzende des Vereins, berichtete aus dem Museum. Als Höhepunkt wird im Herbst die Schilderuhr des Jahres ausgezeichnet. Erfreulich sei die Entwicklung der Besucherzahlen, die nach dem Corona-Einbruch fast wieder den Stand von 2019 erreicht haben. Auf das Achtfache gestiegen ist inzwischen die Nachfrage nach dem Programm für Kindergruppen und Schulklassen.

Dringend saniert werden muss die Karussell-Orgel des Museums, so Nicole Deisenberger, mit geschätzten Kosten von 45 000 Euro. Es gibt kaum Fördermöglichkeiten für eine solche Maßnahme. Allerdings könnte man diese Sanierung bei dem europäischen „Leader+“-Programm anmelden. Der Antrag muss allerdings von einem Verein gestellt werden. Die Mitglieder stimmten zu, dass der Verein diesen Antrag stellt und auch die Finanzierung der Restsumme von etwa 12 000 Euro übernimmt.