Die Wehrkräfte der Feuerwehr Unterbaldingen im Übungseinsatz zum bronzenen Leistungsabzeichen. Foto: Erich Bieberstein

In Tuningen trainieren etliche Teams am eigens aufgestellten Übungsgerüst. Sie rüsten sich für den großen Leistungswettbewerbs am 31. Mai anlässlich des Jubiläums der Tuninger Wehr.

19 Feuerwehrteams aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis sind im Wechsel Dauergast in Tuningen. In der Martin-Luther-Straße steht das Übungsgerüst, das ein zweigeschossiges Wohnhaus mit Scheune symbolisiert.

 

Hier wird je nach Leistungskriterium eine Einsatzsituation dargestellt. So geht es bei dem Bronzeabzeichen um einen Löscheinsatz einschließlich der Rettung einer Person über eine tragbare Leiter.

Schwieriger wird es bei Silber, dort erfolgt die Wasserentnahme über ein offenes Gewässer, technische Hilfeleistung in Verbindung der Rettung einer Person und erste Hilfe. Die Höchststufe ist bei Gold zu meistern, neben der gleichen Situation wie bei Silber ist dabei noch eine schriftliche Prüfung über das notwendige Wissen abzulegen.

Nach einem festen Punktekatalog werden Fehlerpunkte vergeben, sei es für falsche oder unvollständige Befehle und Ausführungen, falsches Kuppeln der Schlauchleitungen bis hin zum Sprechen mit unbeteiligten Personen.

Zeit als wichtiger Faktor

Aber auch der Zeitfaktor ist einzuhalten, so haben die Wehrkräfte maximal 180 Sekunden Zeit, bis aus dem ersten Rohr Wasser kommt und innerhalb von sieben Minuten muss der Löscheinsatz einschließlich der Rettung und des gesicherten Bergens einer Person aus dem zweiten Geschoss abgeschlossen sein. Da beim silbernen Abzeichen ein höherer technischer Aufwand besteht, muss der Einsatz in acht Minuten erledigt sein und um dies zu meistern, muss jeder Handgriff sitzen. Den kompletten Mai werden nun jeden Abend die Einsätze mehrfach durchgespielt, jedes der 19 Teams ist die nächsten Wochen mehrfach in Tuningen. „Wir haben die Ausrichtung zum Erwerb der Leistungsabzeichen als Teil unseres Jubiläums aufgenommen“, so der Kommandant Thorsten Büttner.

Höhepunkt ist dann der Leistungswettbewerb am 31.Mai, wenn die Teams unter strenger Beobachtung in den Wettkampf gehen.

Für die Nachwuchskräfte der Wehren ist dies stets ein hohes Maß an Können und Geschick, aber gerade unter diesen Voraussetzungen kann man die Ernstfallsituation am besten lernen, Fehler erkennen und verbessern.

Bevölkerung willkommen

Bewusst hat man den Standort in das Ortsinnere und nicht wie vielfach üblich in ein Gewerbegebiet gelegt. Die Bevölkerung darf gerne die Übungen beobachten, aber auch am Wettkampftag rechnet man mit etlichen Besuchern. Auch die Nähe zum Feuerwehrhaus ist optimal, zumal dort für die Goldabsolventen die Theorieprüfung stattfinden wird. Gefeiert wird dann im Anschluss, für den Abend ist im Gerätehaus die Blaulichtbar eingerichtet.