Um den eingeschlossenen Fahrer eines Peugeot zu bergen, entfernt die Feuerwehr das Dach des Kleinwagens. Foto: Kauffmann

Zahlreiche Verletzte haben die Notfallsanitäter und die Feuerwehr Hechingen Stadt bei ihrer Kirbeübung versorgt. Einige Fotos davon haben wir zusammengestellt.

Schwerer Unfall am Streuobstplatz mitten im Neubaugebiet Killberg IV bei Hechingen: Der Fahrer eines VW Polo rast Richtung Streuobstplatz, prallt auf einen Bus, ein weiteres Auto wird schwer in Mitleidenschaft gezogen.

 

Vor Ort ein Trümmerfeld: geborstene Scheiben, ein auf der Seite liegender Kleinwagen, Verletzte schreien um Hilfe. Dieses Szenario wünscht sich niemand, doch auch darauf bereiten sich Feuerwehr und DRK mit der Kirbeübung der Stadtabteilung am Montagabend vor.

Es muss schnell gehen, denn in den beiden demolierten Autos befinden sich die fiktiven Schwerverletzten. Jede Sekunde zählt, die fiktiven Schwerverletzten zu befreien. Die Feuerwehr rückt dazu mit schwerem Gerät an, um die Autodächer zu entfernen.

Jugendfeuerwehr spielt die Verletzten

Moderiert von Kommandant Martin Kreller, schauen den Feuerwehrleuten zahlreiche Zuschauer über die Schulter, darunter auch die Vertreter benachbarter Feuerwehren. Wie er erklärt, üben seine Kameraden erstmals mit einem Bus.

Das bringt einige besondere Herausforderungen mit sich: In den ersten Minuten des Einsatzes treffen wenige Helfer auf zahlreiche Verletzten, die von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gespielt wurden.

Weitere Schwierigkeit im Neubaugebiet Killberg IV: die Enge. Die Fahrzeuge müssen von Anfang an so positioniert sein, dass die Verletzten nach und nach abtransportiert werden können. So wird auch die Logistik zu einer ganz eigenen Aufgabe, zumal auf wenig Platz noch ein Sammelplatz für die Verletzten eingerichtet werden muss.

Rettungssanitäter sind im Einsatz

Die Feuerwehr hat bei der Übung an alles gedacht, auch an eine unter Schock stehende Frau, die die zuerst eintreffenden Rettungskräfte beruhigen. Abgesetzt wurde der Notruf nach dem fiktiven Unfall übrigens von Uwe Riester vom THW.

Mit Blaulicht brauste nicht nur die Feuerwehr heran, sondern auch das DRK. Auszubildende Notfallsanitäter des Roten Kreuzes im zweiten und dritten Lehrjahr rückten ebenfalls an.

Und sie hatten alle Hände voll zu tun, denn neben den zwei Schwerverletzten in den beiden Autos saßen noch weitere mindestens elf Personen verletzt im Bus. Augenscheinlich arbeiteten DRK und Feuerwehr Hand in Hand, auch diese Zusammenarbeit ist ein Aspekt, der zur Übung gehörte.

Nach einer Stunde alles erledigt

Kommandant Martin Kreller erklärte den Zuschauern: „Wir wissen nie, was uns erwartet.“ Die Feuerwehr war nicht umsonst mit zahlreichen Fahrzeugen und mannigfaltiger Ausrüstung vor Ort, denn so ist sie für sämtliche Szenarien sprichwörtlich gerüstet.

Die Übung ging schnell: Schon nach einer Stunde waren die Verletzten befreit und versorgt. Danach fand eine Besprechung im Feuerwehrhaus statt.