Die Feuerwehr Rangendingen bei der Übung. Angenommen wird dafür ein Brand im Gebäude der Firma Erbe. Foto: Breisinger

Die Freiwillige Feuerwehr Rangendingen hat bei ihrer Hauptübung am Samstag einen Brand im Neubau der Firma simuliert. Wir haben einige Eindrücke davon zusammengestellt.

Zu Beginn musste am Samstag allerdings mit einer Unwägbarkeit gekämpft werden, denn zum Einsatz konnte nicht wie geplant über die Leitzentrale alarmiert werden, da diese aufgrund eines Unwettereinsatzes in Straßberg und Winterlingen nicht erreichbar war, sodass der Alarm manuell abgegeben werden musste.

 

Das Szenario war ein Brand im ersten Obergeschoss des Gebäudes, ausgelöst durch einen technischen Defekt, mit allen sechs Einsatzfahrzeugen wurde ausgerückt. Die von den „Löschzwergen“ und den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gemimten Arbeiter mussten wegen der Rauchentwicklung mit der Drehleiter gerettet werden.

Feuerwehr bildet zwei Gruppen

„Wir haben zwei Gruppen gebildet, die eine rückte mit dem Einsatzleitfahrzeug 1/43 aus und kümmerte sich um die zentrale Brandmeldeanlage im Hinterteil des Gebäudes, um den Brand im vorderen Gebäudetrakt kümmerten sich die mit dem Leitfahrzeug angerückten Kameraden“, erörterte Einsatzleiter Tobias Hermann, der „alles so weit in Ordnung“ fand. „Wir haben insgesamt 500 Meter Schlauch verlegt. Das Löschwasser haben wir aus zwei naheliegenden Hydranten geholt, falls dieses nicht ausgereicht hätte, dann hätten wir zur Wasserversorgung auf die angrenzende Starzel zurückgreifen können“, erklärt Hermann weiter.

Rangendingen kam bei Unwetter gut weg

In diesem Fall hätte die Starzel sich als gewinnbringend erwiesen, am Wochenende sah dies noch anders aus, denn im Gegensatz zum Großteil des Zollernalbkreis blieb Rangendingen vom Unwetter nicht verschont.

Bereits am Freitagabend erreichte die Starzel damals eine Meldemarke, am Samstag fiel zweimal der Strom aus. „Am frühen Sonntagvormittag um 5 Uhr wurden wir alarmiert, dass die Starzel drohte, über das Ufer zu treten. Daraufhin haben wir nötige Vorsichtsmaßnahmen mit unter anderem dem Auslegen von Sandsäcken an der Mühle und der Leitzbrücke unternommen, das Früchte trug.“

Lediglich einige Keller standen unter Wasser

„Alleine an diesem Tag hatten wir sechs bis sieben Einsatzstunden“, blickt Hermann zurück. Letzten Endes kamen die Rangendinger mit Ausnahme von ein paar unter Wasser stehenden Kellern ungeschoren davon. „Wir sind qualitativ und quantitativ mit 62 Aktiven gut aufgestellt, die Bereitschaft zu Fort- und Weiterbildungen sowie die Akzeptanz seitens der Bevölkerung sind vorhanden und wir verfügen über einen sehr guten Nachwuchs, weil wir auch ein hohes Augenmerk auf die Jugendarbeit liegen.“

Vorfreude auf den Tag der offenen Tür am 30. Juni

„Voraussichtlich 2025 oder 2026 werden wir unser Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug bekommen, das bereits vom Rangendinger Gemeinderat genehmigt wurde, allerdings eine Lieferzeit von zwei bis drei Jahren hat“, erklärt Hermann. Schon beim Tag der offenen Tür auf dem eigenen Gelände am 30. Juni wird sich die Rangendinger Feuerwehr erneut der Bevölkerung zeigen. Neben einer Fahrzeugschau wird es auch Vorführungen der Jugendfeuerwehr und der „Löschzwerge“ geben.