Außerhalb des Kindergartens wird mittels einer Riegelstellung Gebäude und Bäume vor einem Übergreifen der Flammen geschützt, was für ein spektakuläres Bild sorgt. Foto: Albert Bantle

Wenn es im Kindergarten brennt, ist die Feuerwehr zur Stelle. Dieses Szenario probten die Niedereschacher Feuerwehrleute bei ihrer Herbsthauptprobe. Nicht alles verlief jedoch reibungslos – nach einem Kind musste während der Übung Ausschau gehalten werden.

„Feuer und starke Rauchentwicklung im Kindergarten Niedereschach“ – Zum Glück handelte es sich bei dieser Notrufmeldung am Samstagnachmittag nur um reine Übung im Rahmen der Herbsthauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Niedereschach. Diese war mit einer Räumungsübung des Kindergartens verbunden.

 

Unter der Leitung von Kindergartenleiterin Katrin Schwager, die selbst bei der Feuerwehr aktiv ist, klappte die Räumung. Die Kinder und Erzieherinnen sammelten sich in der neben dem Kindergarten befindlichen katholischen Kirche und brachten sich so vorbildlich in Sicherheit. Allerdings wurde in der Kirche festgestellt, dass ein Kind fehlte – das wurde dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Thomas Tuchel, sofort nach dem Eintreffen der Floriansjünger gemeldet.

Fachmännisch und für die vielen Zuschauer moderiert von Gesamtkommandant Pascal Rockenschuh, leitete Tuchel sofort die nötigen Maßnahmen ein.

Das vermisste Kind muss gefunden werden

Eine Wasserversorgung wurde aufgebaut, Atemschutzträger drangen in das Gebäude ein, suchten und fanden das vermisste Kind, das umgehend wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung an das ebenfalls an der Übung beteiligte DRK Niedereschach übergeben und dort erstversorgt wurde. Parallel zu der Such- und Rettungsmaßnahme für das Kind, wurde ein Innenangriff gestartet, um das Feuer zu löschen. Zudem wurde eine Riegelstellung aufgebaut, um benachbarte Gebäude und Bäume vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Rauchgasvergiftungen sind gefährlich

Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden mittels eines Turbo-Lüfter die Innenräume des Kindergartens vom Rauch befreit. Pascal Rockenschuh erläuterte bei seiner Moderation Gründe und den Ablauf der verschiedenen Einsatzschritte und wies immer wieder darauf hin, wie sich Betroffene im Ernstfall verhalten sollten, wie wichtig funktionierende Rauchmelder sind und ging sogar auf mietrechtliche Einzelheiten ein, wer in der Praxis für die Installation und das Funktionieren der Rauchmelder zuständig ist. „Bei den meisten Brandfällen mit Todesfolge versterben die Betroffenen nicht direkt durch die Flammen, sondern an Rauchgasvergiftungen“, wusste Rockenschuh zu berichten.