Die beiden Titelkandidaten SV Dietersweiler und SG Vöhringen haben zuletzt wichtige Punkte verspielt. Besonders der Sieg der SG Hallwangen hatte Schwächen aufgedeckt.
In der Kreisliga A1 haben die beiden Spitzenteams Punkte liegen lassen, während der SV Dietersweiler beim Tabellenletzten SV Betzweiler-Wälde über ein 2:2 nicht hinauskam, hat die SG Vöhringen bei der SG Hallwangen sogar komplett den Kürzeren gezogen.
4:3 stand es am Ende in Hallwangen. Ein Ergebnis mit dem eigentlich niemand gerechnet hätte. Denn das Team von Marco Hayer und Konstantin Krej hatte nach der Pause bis zuletzt noch kein Spiel gewonnen. „Wir sind zuletzt etwas defensiver gestanden. Aber unsere Stärke liegt vorne. Und auch wenn es gegen Vöhringen und die beste Abwehr der Liga ging, haben wir gesagt, dass wir vorne voll drauf gehen“, sagt Hallwangens Spielertrainer Konstantin Krej zum Matchplan.
Frühes 1:0
Dieser ging voll auf. Das 1:0 fiel nach einem Freistoß und Kopfball Luis Müller (7.), das 2:0 nach einem gut ausgespielten Konter machte Krej selbst (17.), und das 3:0 fiel kurz nach der Pause nach einem Abpraller, den Justin Elischer verwertete. „In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser. Es war nicht wie in den Spielen davor. Jeder wollte, und das hat man gemerkt.“
Das 3:1 kassierten die Hallwanger nach einem Handelfmeter in der 85. Minute. Dann folgte eine heiße Schlussphase. Krej machte das 4:1 (89.) „und danach haben wir aufgehört zu verteidigen, weil jeder dachte, dass wir den Sieg sicher haben“, schildert der 23-Jährige. Doch Vöhringen kam blitzartig ran. Innerhalb von zwei Minuten machten sie zwei Tore und es stand 4:3. „Dann haben wir uns hinten reingestellt und nur noch alles weggehauen“, sagt Krej. „Es war ein extrem wichtiges Spiel. Für uns wird am Ende jeder Punkt zählen“, weiß der Hallwanger. Am Sonntag kommt mit dem SC Kaltbrunn ein Konkurrent um den Ligaverbleib, den man distanzieren will.
„Kann noch alles passieren“
Dass es für seine Mannschaft in der Saison so schwierig werden würde, damit hatte der 23-Jährige nicht gerechnet. „Aber die Liga ist extrem ausgeglichen. Es kann noch alles passieren“, blickt er auf die enge Tabellensituation mit dem verschärften Abstieg.
Das Ergebnis in Hallwangen sowie der knappe Sieg der TSG Wittershausen und der Erfolg des SV Mitteltal-Obertal machen aber auch das Rennen um Platz zwei noch mal spannend. Kommendes Wochenende hat die TSG Wittershausen Spitzenreiter Dietersweiler zu Gast. Dann wird sich zeigen, ob es noch mal heiß wird.