Wenn die neue Ettenheimer Filiale in der Stückle-Straße gebaut ist, wird die Sparkasse das Gebäude in der Innenstadt nicht mehr benötigen. Foto:  

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau baut in Ettenheim neu – vor einem Monat wurde in den Radackern Richtfest gefeiert. Seitdem stellte sich die Frage: Was passiert mit dem Gebäude in der Innenstadt?

Eines der Themen der nächsten Sitzung des Ettenheimer Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 12. November, ab 19 Uhr im Palais Rohan ist die Vergabe von Architekturleistungen für das Sparkassen-Gebäude „Am Marienbrunnen“. Aus der Beschlussvorlage geht auch hervor, dass die Stadt Ettenheim das Sparkassen-Gelände am Marienbrunnen erworben und „für das Erdgeschoss geeignete Mieter im Gesundheitsbereich“ gefunden hat. Was genau damit gemeint ist, wird in der Sitzungsvorlage nicht erläutert. Bürgermeister Bruno Metz war bis Redaktionsschluss nicht für eine Nachfrage zu erreichen.

 

Nach Informationen unserer Redaktion soll unter anderem eine Ettenheimer Arztpraxis ins ehemalige Sparkassengebäude ziehen.

Was in jedem Fall klar ist: „Zur Unterbringung der neuen Nutzung bedarf es eines Umbaus vor allem der Erdgeschossräume, sowie zur Barrierefreiheit einen Aufzug. Auch wird der Anbau eines Aufzugs in Betracht gezogen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Umbau soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Eine Förderung aus dem Sanierungsgebiet ist in Vorbereitung.

Auch Ober- und Dachgeschoss sollen vermietet werden

Für das Obergeschoss finden aktuell ebenfalls Gespräche mit möglichen Mietern statt. Das Dachgeschoss soll weiterhin als Wohnung vermietet bleiben, erklärt die Stadt in der Sitzungsvorlage

Der Auftrag der Architektenleistungen zum Umbau des Sparkassen-Gebäudes soll an das Architekturbüro Bernd Billharz, Ettenheim erteilt werden. Das biete sich an, da das Büro die Sparkasse und auch die künftigen Mieter bereits vorher beraten hat und planerisch tätig war. Für den ersten Teil der Architekturleistungen muss zunächst der Bauausschuss am Dienstag einer außerplanmäßigen Ausgabe von 20 000 Euro zustimmen. Diese werden gedeckt über Minderausgaben bei den Planungskosten für den Ganztagsausbau, da dort zunächst noch die Vergabeverfahren laufen.

Zeitplan

Die Sparkasse plant, das neue Gebäude in der Stückle-Straße am 1. Juli kommenden Jahres zu eröffnen. Solange wird sie wohl noch in der Innenstadt anzutreffen sein. Der bisherige Selbstbedienungsbereich mit den Geldautomaten und SB-Terminals wird auch nach dem Umzug weiterhin in der Innenstadt am Marienplatz verbleiben.