Das Asphaltmischwerk AWZ in Zimmern ist von Storz in Tuttlingen gekauft worden. Hintergrund ist der strategische Ausbau entlang der A81. Hier die Einzelheiten.
Die Unternehmensgruppe Storz, Tuttlingen, hat die Mischanlage AWZ Asphaltmischwerk Zimmern GmbH & Co. KG am Standort Zimmern ob Rottweil von der Gebr. Stumpp GmbH & Co. KG Straßenbau- und Tiefbau, Balingen, erworben. Sie wird ab dem 1. Mai 2026 dem Geschäftsbereich J. Friedrich Storz Baustoffe GmbH & Co. KG zugeordnet sein. Die Unternehmensgruppe stärkt damit ihre Aktivitäten im Verkehrswegebau in der Raumschaft sowie entlang der A81, heißt es in einer Mitteilung.
„Der Erwerb des AWZ-Asphaltmischwerks ist ein bedeutender Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung der Storz-Gruppe”, sagt dazu Georg Graf Kesselstatt, Geschäftsführender Gesellschafter der Tuttlinger Unternehmensgruppe. “Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten investieren wir in regionale Wertschöpfung und zukunftsfähige Anlagen. Mit dem zusätzlichen Standort in Zimmern ob Rottweil sichern und erweitern wir unsere leistungsfähige, regionale Asphaltversorgung und schaffen zugleich eine starke Basis für zukünftige Infrastrukturprojekte in der Region.“ Storz betreibt bereits Mischanlagen in Tuttlingen, Engen-Welschingen und Ostrach.
Anlage seit 2005 im Steinbruch in Betrieb
Die Anlage in Zimmern ob Rottweil wurde durch Stumpp im Jahre 2005 im dortigen Steinbruch in Betrieb genommen. Sie verfügt über eine Paralleltrommel und kann so eine hohe Menge an Ausbauasphalt dem neuen Mischgut zugeben. Kesselstatt: „Das Asphaltmischwerk AWZ ist eine moderne und leistungsfähige Anlage, welche durch Asphaltrecycling zur Schonung natürlicher Ressourcen beiträgt. Damit passt sie hervorragend in die Nachhaltigkeitsstrategie der Storz-Unternehmensgruppe.“
Die Aufnahme des Mischbetriebes und die Integration des Mischwerks in den Storz-Geschäftsbereich Baustoffe, welcher auch die Vertriebsaktivitäten übernimmt, erfolgt zum 1. Mai 2026. Die Geschäftsführung von Storz Baustoffe liegt in den Händen von Christian Rebmann und Markus Elsen.
Hintergrund: Das Bundeskartellamt hatte den Erwerb sämtlicher Anteile an der im südlichen Baden-Württemberg im Straßenbau tätigen Stumpp-Gruppe, Balingen, durch die Strabag AG, Köln, unter der aufschiebenden Bedingung freigegeben, dass Stumpp sein Walzasphaltmischwerk in Zimmern vor Vollzug des Zusammenschlusses an einen unabhängigen Erwerber veräußert. Dies hatte das Bundeskartellamt Anfang März bekanntgegeben.
Infos zum Unternehmen
Die J. Friedrich Storz Holding gliedert sich in zwei eigenständige Unternehmenssäulen: Storz Verkehrswegebau und Storz Baustoffe. Zur Unternehmensgruppe, die rund 820 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt, gehören auch die Gartenbau Schöppler GmbH, die Kieswerke Kohler GmbH und die Convia Bau AG in der Schweiz. Der Hauptsitz befindet sich in Tuttlingen. Sieben regionale Niederlassungen – über den Süden Baden-Württembergs verteilt – betreuen die Kunden: öffentliche Auftraggeber, Industrie und Privatinvestoren. Storz wurde als Straßenbauunternehmen im Jahre 1927 von Jakob Friedrich Storz gegründet.