Noppensteine wurden verbaut, um Mauer und Hang zu sichern. Foto: Feuerwehr Horb am Neckar

Nach dem Teileinsturz einer Mauer im Horber Ortsteil Mühlen rückten zahlreiche Einsatzkräfte nach Mühlen aus. Die Sicherungsarbeiten dauerten bis in die Nacht an.

Nach dem Teileinsturz einer größeren Mauer im Horber Stadtteil Mühlen am Donnerstagabend hat die Feuerwehr Horb am Neckar nun weitere Details zum Verlauf des stundenlangen Einsatzes bekanntgegeben. Die Sicherungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

 

Am Donnerstag, 12. Februar, wurde die Feuerwehr Horb am Neckar mit der Abteilung Mühlen sowie dem Einsatzleiter vom Dienst in den Talmühlenweg um 17.47 Uhr nach Mühlen alarmiert.

Grund für den Einsatz war der Teileinsturz einer größeren Mauer. Dabei kam es zu einem Mauerausbruch mit einer Fläche von etwa fünf mal fünf Metern.

Weiteres Abrutschen war möglich

Zur Beurteilung der Stabilität der Mauer wurde frühzeitig der Fachberater Bau der Feuerwehr Horb in den Einsatz eingebunden. Nach Begutachtung wurde laut Pressemitteilung der Feuerwehr festgestellt, dass ein weiteres Abrutschen der Mauer mit zusätzlichem Schaden am Hang sowie einer Gefährdung der hangauf- und hangabwärts gelegenen Gebäude nicht auszuschließen ist.

Daraufhin wurden der Fachberater THW des Ortsverbandes Horb, die Abteilung Horb-Stadt sowie die Führungsgruppe Horb/Empfingen/Eutingen nachalarmiert.

Feuerwehr und THW gefordert

Die Führungsgruppe übernahm die Koordination der Einsatzkräfte sowie die Dokumentation des Einsatzes. Die Feuerwehr Horb führte umfangreiche Absperrmaßnahmen zusammen mit der Polizei durch, stellte den Wetterschutz sicher und unterstützte die weiteren Maßnahmen der beteiligten Organisationen.

Das THW Horb übernahm mit der Fachgruppe Räumen das Ausleuchten der Einsatzstelle und unterstützte die Baumaßnahmen zur Sicherung der Mauer. Zusätzlich wurde vom THW Ofterdingen ein weiterer Fachberater hinzugezogen, der die Lage beurteilte und die baulichen Sicherungsmaßnahmen zusammen mit dem Fachberater der Feuerwehr Horb anleitete.

Bauhof und Tiefbau der Technischen Betriebe unterstützen

Zur technischen Unterstützung wurden der Bauhof sowie der Tiefbau der Technischen Betriebe Horb hinzugezogen. Eine private Firma stellte zusätzliche Transportkapazitäten zur Verfügung.

Der Hang und die Mauer wurden mittels Widerlager und Verbau aus Noppensteinen sowie rund 40 Tonnen Schotter gesichert. Die ausgebrochene Stelle mit freiliegendem Erdreich wurde zudem mit Folien abgedeckt, um ein weiteres Auswaschen durch Regen zu verhindern.

Schwierige Wetterbedingungen

Für die Dauer der Maßnahmen musste die Ortsdurchfahrt Mühlen vollständig gesperrt werden.

Bei starkem Regen und einstelligen Temperaturen wurden die Einsatzkräfte durch den DRK-Ortsverein Horb-Talheim-Steinachtal mit warmen Getränken und Speisen versorgt.

Seitens der Stadtverwaltung Horb waren Bürgermeister Ralph Zimmermann sowie Bauhofleiter Matthias Ruf vor Ort und unterstützten die Maßnahmen.

Insgesamt waren über 40 Einsatzkräfte sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung im Einsatz. Gegen 3 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben werden.

Der Talmühlenweg bleibt im Bereich der Ortsdurchfahrt bis auf Weiteres voll gesperrt.

Parallel Hochwassermeldemarke überschritten

Während des laufenden Einsatzes in Mühlen wurde, gegen 23 Uhr, die Hochwassermeldemarke am Neckar von 2,70 Metern überschritten. Der Einsatzleiter vom Dienst wurde daraufhin aus dem Einsatz herausgelöst und erkundete die Lage entlang des Neckars von Neckarhausen bis Mühlen sowie im Bereich der Eyach bei Mühringen. Weitere Einsatzmaßnahmen waren hier nicht erforderlich.