Die Profis zeigen, wie man mit den Glocken richtig juckt. Foto: Siegmeier

Beim Kindernachmittag in der Achertschule gab die Narrenzunft dem Nachwuchs so manchen Tipp mit auf den Weg.

Hat der Schantle eigentlich einen schwarzen Binder, und welche Farbe hat das Hemd? Was male ich ins Narrenbuch? Und wie geht eigentlich das Aufsagen – diese und viele weitere Fragen standen auch heuer wieder im Mittelpunkt des alljährlichen Kindernachmittags der Narrenzunft.

 

Dem närrischen Nachwuchs das Brauchtum zu vermitteln, Tipps zu geben und Spaß und Freude daran zu wecken, das haben sich die Vorstandsmitglieder der Zunft auf die Fahne geschrieben. Und das nicht nur mit dem Kindernachmittag, sondern auch mit kompletten Schulklassen, denn die werden Jahr für Jahr angeschrieben und ins Haus 1 eingeladen, informiert Stefan Roth.

164 Besucher hoffen auf ein Kleidle

Seit gut 20 Jahren gibt es den Kindernachmittag zwischenzeitlich und das Interesse ist ungebrochen. Kleine, mittlere und größere Narren holen sich hier alle Infos, die sie als richtige Narren brauchen.

Zudem gibt es Laufkarten, und wer sich an allen Stationen einen Stempel geholt hat, der kann an der begehrten Kleidleverlosung teilnehmen. 200 junge Besucher wurden am Sonntag gezählt, 164 von ihnen haben ihr Los für ein Kleidle in den Topf geworfen.

Der Stecken vom Federahannes

An den Stationen konnte man üben, wie man mit den Glocken richtig juckt, wie ein Federahannes seinen Stecken richtig zum Einsatz bringt, wie man ein Narrenbuch gestaltet oder eine Handhebete bastelt.

In einem kleinen Quiz mussten die Kinder zuordnen, welcher Narr, welche Kleidung trägt. An einer weiteren Station wurden die Kinder einmal komplett eingekleidet und konnten sich mit dem Tragen der Larve vertraut machen.

Trommel ist am beliebtesten

Aber nicht nur Narren braucht es im Narrensprung, sondern auch Musik, denn ohne die ist alles nichts. Und so waren auch die Jungmusiker der Stadtkapelle mit von der Partie und ließen die interessierten Kinder die Instrumente ausprobieren. Besonders gefragt waren hier die große Trommel und das Waldhorn.

Für die Kleinsten gab es ein Bastelangebot, und das Kasperle machte seine Aufwartung. Viele nutzten das Angebot, den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.