Jutta Hellstern zeigt die Nachteile von Dating-Portalen in ihrer Bütt auf. Foto: WAGNER Foto-Media

Im Wirtschaftsraum der Hohenzollernhalle kamen die Betraer Senioren auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Ü60-Fasnet zusammen.

Jutta Hellstern eröffnete das närrische Treiben und wartete nach einigen schwungvollen Stimmungsrunden mit einer unterhaltsamen Bütt über moderne Dating-Portale auf. Besser sei es, sich statt einem menschlichen Partner einen Hund zuzulegen, da dieser stets treu sei. Auch seien Hunde pflegeleichter als Frauen. „Du brauchst ihn nicht kleiden wie einen Pfau. Läuft ja immer nackend rum. Verlang das mal von deiner Frau“, betonte Hellstern amüsiert.

 

Auf diese unterhaltsame Fasnetsrede sorgte der virtuose Akkordeonspieler Hans Schick mit weiteren Liedbeiträgen für weitere Stimmung, bevor mit dem altbekannten Betraer Büttenredner Wolfgang Armbruster eine historische Bütt aus dem Narrenarchiv gezaubert wurde. Als „Der Fasnetsbeschwörer“ trat Armbruster bereits vor 20 Jahren erstmals beim „Bunten Abend“ der Zunft auf und gab seine damalige Bütt heuer zum Besten.

Zunächst in der Person eines absoluten Fasnets-Hassers. „Seid ihr bereit? Willkommen zur Bekloppten-Zeit!“, leitete Armbruster ein. „Es ist die Zeit der tollen Tage – so eine Art Idiotenplage – eine Verschwörung blöd zu werden, die jährlich um sich greift auf Erden“, erklärte der Fasnetsmuffel den Beginn der fünften Jahreszeit. „Sie doant nur noch in Reima sprecha und sent so witzig, ma kennt grad brecha. Beweget sich in Polonesa, als traget sie Gehirnprotesa. Ma mecht deana grad so im Vertraua, am liabsta in die Fresse haua“, so Armbruster ferner.

„Fasnetsbeschwörer“ Wolfgang Armbruster zog ordentlich vom Leder in seiner Bütt. Foto: WAGNER Foto-Media

Büttenrede in gereimter Form

Doch dieser änderte nach einer kurzen Pause dann doch seine Meinung und gab dem Publikum zu verstehen: „Genauso wie Ostera, Pfingsta und Weihnachta, g’hert Fasnet zu da wichtigsta Feiertag im Johr, des muass ma ganz oafach beachta.“ Für seine derbe, aber sehr unterhaltsame Bütt erhielt das Urgestein tosenden Applaus.

Für sehr viel Spaß sorgte das gemeinsame Singen, das Hans Schick mit seinem Akkordeon ermöglichte, was für schwungvolle Schunkelrunden und die eine oder andere Tanzeinlage sorgte.

So lässt es sich gut schunkeln. Hans Schick sorgte mit dem Akkordeon für Spaß und Unterhaltung. Foto: WAGNER Foto-Media

Kinderballett tritt auf

Viel Beifall bekam auch der Auftritt des Betraer Kinderballetts. Sie bezauberten die Gäste mit Tanzformationen und erhielten für ihre gekonnte Vorführung entsprechend Applaus. Den Schluss des amüsanten Nachmittags bildeten die Hästräger der „Keaschmecker“, die in den Saal einmarschierten und dem Seniorennachmittag einen Höhepunkt bescherten.