Nirgendwo sonst bei Cross-Country-Weltcup-Rennen ist die Umgebung der Strecke so herrlich grün wie im Albstädter Bullentäle. Fahrer wie Maximilian Brandl vom Lexware Racing Team des RV Viktoria Wombach wissen das zu schätzen. Foto: Lynn Sigel

Beim Weltcup in Zeiten der Coronavirus-Pandemie steht Sicherheit an oberster Stelle. Der Auftakt des UCI Mountainbike Weltcups 2021 steigt im Albstädter Bullentäle. 

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Albstadt-Tailfingen - Mit einem umfangreichen und durchdachten Hygienekonzept will die Stadt Albstadt Fahrern, Betreuern, Helfern und Medienvertretern beim Weltcup im Cross-Country im Bullentäle Sicherheit geben, zumal es der erste Weltcup 2021 ist, bei dem die weltbesten Mountainbiker aufeinander treffen.

Die Organisatoren in Albstadt haben von den Erfahrungen an anderen Veranstaltungsorten profitiert, sich Input geholt und wochenlang am Hygienekonzept für den Weltcup gefeilt, der vom 7. bis 9. Mai im Bullentäle stattfindet. Basis ist die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die Profisportveranstaltungen erlaubt, die Teilnehmerzahl nicht begrenzt, aber die Anwesenheit von Zuschauern nicht zulässt, weshalb die Fahrerinnen und Fahrer auf die gewohnte gigantische Unterstützung des Albstädter Publikums verzichten müssen.

Das Hygienekonzept der Stadt Albstadt sucht innerhalb der Mountainbike-Szene seinesgleichen. Auf das Gelände rund um die Zollernalbhalle dürfen nur akkreditierte Personen, die sich täglich einem Coronatest unterziehen müssen. Zutritt zum komplett abgesperrten Areal erhalten nur negativ Getestete. Fußläufig vom Start- und Ziel-Gelände erreichbar ist ein Testzentrum eingerichtet, sodass alle Teilnehmer, Betreuer, Helfer und Medienvertreter sich ohne Umwege dem Covid-Test unterziehen können. Die Testkapazitäten sind kurzfristig sogar verdoppelt worden.

Für eine Akkreditierung gilt ein strikter Anforderungskatalog. Dazu gehört ein negativer Schnelltest – im Falle eines positiven müssen die betroffene Person und alle Kontaktpersonen 1 umgehend in Quarantäne. Ist ein Sportler oder Betreuer betroffen, muss sich das gesamte Team direkt in Klausur begeben. Ein PCR-Test soll den Befund absichern. War die Akkreditierung erfolgreich, gelten auf dem abgeriegelten Gelände, das komplett eingezäunt und von Sicherheitspersonal überwacht ist, weitere strenge Regeln. Auf dem gesamten Areal ist es verpflichtend – außer für Sportler während des Trainings und Wettkampfs – dauerhaft einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und sich an die Abstands- und Hygienereglungen zu halten. Wer dagegen verstößt, verliert umgehend die Akkreditierung und wird vom Ereignis ausgeschlossen. Helfer dürfen nur zu ihren Schichten aufs Gelände, Betreuer und Athleten erhalten nur für Tage ihres zugewiesenen Trainings und des Wettkampfs eine Tagesakkreditierung.

Vier große "Bubbles" gibt es auf dem Gelände: Jede Person auf dem Areal gehört einer dieser Blasen an und darf sie auf keinen Fall verlassen – so wird eine Durchmischung der Gruppen ausgeschlossen. Um die Sicherheit für alle Beteiligten auf ein absolutes Maximum zu heben, hat die Stadtverwaltung Albstadt jede denkbare Situation und jede Kontaktmöglichkeit zwischen verschiedenen Bubbles durchexerziert und für jede noch so unscheinbare Konstellation eine passende Lösung ausgearbeitet, um den Hygieneanforderungen in allen Belangen gerecht zu werden.

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