Sina van Thiel wurde Dritte im Cross-Country-Rennen der Juniorinnen. Foto: Küstenbrück

Mit der Junior World Series startete das Weltcup-Wochenende in Albstadt in die Cross-Country-Disziplin. Sina van Thiel wurde bei den Damen Dritte, bester Deutscher bei den Herren war Emil Herzog auf Rang 13.

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Sina van Thiel schaffte am Samstag zum Auftakt der Cross-Country-Wettkämpfe im Albstädter Bullentäle als beste deutsche Junioren-Fahrerin den Sprung auf das Podest. Die 18-Jährige fuhr in der Junior World Series ein couragiertes Rennen und musste sich nur Lina Burquier und Monique Halter geschlagen geben.

Die Allgäuerin erwischte einen guten Start und biss sich zunächst in der Spitzengruppe fest. Doch schon in der ersten vollen Rennrunde musste sie ihre Konkurrentinnen Burquier und Halter ziehen lassen. "Am Anfang war es mir ehrlich gesagt einen Ticken zu schnell, ich habe dennoch versucht mitzuhalten und habe das früh in den Beinen gemerkt", so van Thiel im Ziel. Die Französin und die Schweizerin lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Entscheidung fiel dann in der vorletzten Runde, als Halter in einer technisch anspruchsvollen Uphillsektion kurzzeitig einen Fuß vom Pedal nehmen musste. Burquier nahm die Situation der hinter ihr fahrenden Schweizerin direkt wahr, setzte eine Attacke und erarbeitete sich in Windeseile einen Vorsprung von über zehn Sekunden. Die Französin feierte schlussendlich souverän ihren ersten Sieg im Albstädter Bullentäle.

Das äußerst gute Mannschaftsergebnis für die deutschen Starterinnen rundeten Antonia Weeger als Sechste und Alexa Fuchs auf Rang acht ab.

Bei den männlichen Junioren setzte sich der Schweizer Finn Treudler durch. Der Fahrer des Teams jB Brunex Superior setzte sich in der letzten Runde von Oleksandr Hudyma ab und siegte mit 19 Sekunden vor dem Ukrainer. Bester Deutscher wurde Emil Herzog auf Rang 13.

Schon in der Startrunde drückte der Ukrainer Oleksandr Hudyma mächtig aufs Gaspedal und zog das Feld derart in die Länge, dass sich schon in der ersten großen Runde eine Spitzengruppe von drei Fahrern bildete. Das Trio blieb bis eingangs des letzten Umlaufs beisammen, ehe Hudyma noch einmal das Tempo verschärfte und Aebersold als erstes den Anschluss verlor. Auch Treudler bekam kurzzeitig einige Meter Rückstand vom Ukrainer aufgebrummt, kam aber zurück und blies am letzten langen Anstieg der Runde selbst zur Attacke.

Aus deutscher Sicht verlief das Rennen der Junioren ebenfalls sehr zufriedenstellend. Die Vertreter des jüngeren Jahrgangs kompensierten den Ausfall des deutschen Top-Fahrers Ben Schweizer, der am Freitag beim Training schwer stürzte, mit Bravour. Alle Fahrer mussten aus hinteren Startreihen ins Rennen gehen, arbeiteten sich im Laufe der viereinhalb Runden aber kontinuierlich nach vorne. Emil Herzog wurde 13, war mit dem Ergebnis aber nur teilweise zufrieden: "Ich bin zufrieden und nicht zufrieden gleichermaßen. Ich war die gesamte Woche über krank. Aus dieser Perspektive gesehen kann ich also schon glücklich sein mit meinem 13. Platz. Wäre ich die Woche über fitter gewesen, hätte ich mir aber schon mehr erhofft." Als 15. folgte Paul Schehl, der mit seinem Rennen „mega zufrieden“ war. Lars Gräter landete am Ende auf Platz 19, Benjamin Krüger war ebenfalls auf bestem Wege in die Top-20, fiel in der letzten Runde jedoch auf Rang 31 zurück.

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