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U19-Turnier Oberndorf Dickeres Lob geht nicht: "eine Hammertruppe"

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Wahnsinn: der FC Midtjylland. Foto: Heidepriem

Ganz tiefer Knicks vor der Oberndorfer Turnierleitung: Mit der Verpflichtung des Siegers 2019, FC Midtjylland, haben Oliver Hauer, Thomas Schefold, Axel Storz und Manfred Diepold einen absoluten Glückstreffer gelandet.

Und das gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen zogen die jungen dänischen Spieler durch ihre sportlichen Leistungen im Neckarstadion sämtliche Sympathien auf ihre Seite, zum anderen gab es an ihrem Auftreten auch außerhalb des Platzes absolut nichts auszusetzen. Dänische Bescheidenheit eben.

Kein Wunder, dass sich die Oberndorfer Führungsriege am späten Sonntagabend, nachdem das letzte Tor geschossen und der letzte Pokal vergeben war, freute wie Bolle. "Wir haben mit der Verpflichtung des FC Midtjylland wirklich alles richtig gemacht. Die Dänen sind einfach eine Hammertruppe", sprudelten die Worte der Bewunderung für den "mehr als überraschenden Turniersieger" nur so aus Hauer hervor. "Der FC Midtjylland hat einfach eine ganz besondere Note in unser Turnier gebracht", ließ der "Spiritus Rector" die insgesamt fünf Partien der Schützlinge von "Chef"-Trainer Henrik Jensen noch einmal Revue passieren. "Den FC Schalke zu schlagen, dass war schon ganz große Klasse", lobte der Turniermacher. Und dass nicht ohne Grund, denn die "Blau-Weißen" waren als Pokalverteidiger mit einer "ganz starken Truppe" ins Rennen gegangen.

Und singen können die jungen Nordländer auch

Und singen können sie auch, die jungen Nordländer: "Champione, Champione" dröhnte es nur wenige Sekunden nach dem Abpfiff des Finales gegen Tottenham Hotspur durch das Rund des Neckarstadions. Und mittendrin im Pulk der hüpfenden Spieler Keeper Valdemar Thorsen. Er war der Held des Elfmeterschießens, nachdem die reguläre Spielzeit ohne Tore abgepfiffen worden war. Gleich dreimal schaute Thorsen die englischen Schützen aus, ehe Aral Simsir, einer von zehn dänischen Nationalspielern im Aufgebot des FC Midtjylland, den entscheidenden Elfmeter zum umjubelten 3:1-Endstand verwandelte.

"Einen fantastischen Job gemacht"

"Einfach fantastisch. Die Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Ihnen gebührt alle Ehre", konnte der hoch aufgeschossene Trainer Henrik Jensen, der in seiner Gestik und seinem Auftreten am Spielfeldrand ein wenig an Julian Nagelsmann, den ehemaligen Hoffenheimer Coach, erinnerte, gerade noch hervorbringen, ehe ihn die ersten Wassersalven seiner Spieler trafen. Dass der Übungsleiter ob dieser Aktion seinen Spielern nicht böse war, zeigte ein späterer Besuch in einer Oberndorfer Eisdiele, wo der mehr als überraschende Turniersieg noch mit diversen Eisbechern ausgiebig gefeiert wurde.

Viele Bonuspunkte sammelte auch der unterlegene Finalgegner bei der Turnierleitung. "Auch Tottenham hat eine klasse Leistung abgeliefert. Sie wollen im nächsten Jahr unbedingt wiederkommen, um dann das Turnier möglichst zu gewinnen", verrät Oliver Hauer. Dem erneuten Engagement steht wohl nichts im Wege, "aber mit dem Gewinnen müssen wir mal abwarten", lacht er, um gleich darauf wieder ernst zu werden, wenn es um das zweite englische Team, den FC Liverpool, geht. "Wir planen derzeit nicht, Liverpool im nächsten Jahr wieder einzuladen", ärgert sich der Oberndorfer immer noch über einige unschöne Dinge, "die uns überhaupt nicht gefallen haben". Weiter ins Detail wollte Hauer nicht gehen, "aber die Liverpooler sind mit einer immens hohen Erwartungshaltung nach Oberndorf gekommen. Aber manches geht eben nicht."

"Paris hat unser Turnier ein wenig unterschätzt"

Hoch gesteckt – allerdings rein sportlich – waren auch die Erwartungshaltungen beim französischen Weltklub FC Paris St.-Germain. Dass die Franzosen am Ende als Letzter wieder den Flieger Richtung Eifelturm besteigen würden, sorgte schon für einiges Erstaunen, "aber", so Hauer, "die haben unser Turnier schlichtweg überschätzt. Hinzu kam, dass Paris mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten ist". In der Tat, denn ein Teil der älteren Spieler, über die PSG-Coach Stephane Roche normalerweise verfügen kann, befand sich mit dem Profiteam unter Cheftrainer Thomas Tuchel auf einer Asienreise. "Sie möchten aber ebenfalls gerne wiederkommen und es im nächsten Jahr besser machen", könnten sich die Neckarstädter ein weiteres Engagement der Franzosen durchaus vorstellen.

Eine Menge Teams klopfen schon wieder an

Ähnlich erging es RB Leipzig, das ebenfalls bereits um eine erneute Einladung vorstellig geworden ist. Und Hauer denkt nach. Auch darüber, warum die RB-Youngster "doch um einiges hinter den Erwartungen geblieben sind. Ich bin davon ausgegangen, dass die Leipziger leicht und locker ins Halbfinale einziehen würden". Alexander Blessin, der Trainer der Leipziger, weiß Oliver Hauer, würde sich über ein erneutes Ja mehr als nur freuen.

Es klopfen also schon wieder eine Menge Teams an die SVO-Tür, "doch wir wollen uns alle Optionen offenhalten", lässt der Oberndorfer Macher die Flamme erstmal mit halber Kraft brennen. Mit Midtjylland, Tottenham, Schalke und den unverzichtbaren SC Freiburg sind bereits vier Plätze vergeben. Da bleibt nicht mehr viel Platz für Überraschungen. "Ich habe bereits eine Anfrage aus Japan bekommen. Ein Klub aus der J-League würde gerne bei uns antreten. Mal abwarten", hält sich Hauer allerdings in dieser Hinsicht eher bedeckt. Auch der FC Bayern München stünde dem Turnier gut zu Gesicht.

Fazit: Auch die 26. Auflage des internationalen U19-Turniers ist rundum gelungen. "Wir haben in etwa die gleiche Zuschauerzahl wie im vergangenen Jahr erreicht. Und das sportliche Niveau war vielleicht sogar noch einen Tick besser", macht Oliver Hauer schon mal Appetit auf den 27. Durchgang im kommenden Jahr.

Bei der Siegerehrung wurden von der Jury wie immer einige Sonderpreise verliehen. Als bester Torhüter wurde der Liverpooler Benjamin Winterbottom ausgezeichnet. Die zwei besten Torschützen des Turniers (jeweils drei Turniertore) kamen mit Matthew Hoppe und Rene Biskup jeweils vom FC Schalke 04. Als bester Defensivspieler wurde Brooklyn Lars Forster von Turnierzweiten Tottenham Hotspurs ausgezeichnet und als bester Offensivspieler Can Bozdogan vom FC Schalke 04. Als fairste Mannschaft bekam der SC Freiburg noch einen Pokal überreicht.

Bei der Siegerehrung wurden von der Jury auch noch einige Sonderpreise verliehen. Als bester Torhüter wurde der Liverpooler Benjamin Winterbottom ausgezeichnet. Die zwei besten Torschützen des Turniers (jeweils drei Turniertore) kamen mit Matthew Hoppe und Rene Biskup jeweils vom FC Schalke 04. Als bester Defensivspieler wurde Brooklyn Lars Forster von Turniersieger Tottenham Hotspurs ausgezeichnet und als bester Offensivspieler Can Bozdogan vom FC Schalke 04. Als fairste Mannschaft bekam der SC Freiburg noch einen Pokal.

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