Immer auf dem Quivive: die fleißigen Autogrammsammler. Foto: Wagner

Ein großartiges und bis ins Detail geplante Fußball-"Event" ging am Sonntagabend im Oberndorfer Neckarstadion zu Ende und hatte mit der U19-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach, 2:1-Sieger gegen Palmeiras nach Verlängerung, einen verdienten Pokalgewinner.

Oberndorf - Acht Spitzenmannschaften, aus Europa und Südamerika, alle gespickt mit Nationalspielern, hatten Oliver Hauer und sein Team nach Oberndorf geholt, um hier den Fußballfans aus der Region Spitzenfußball vom Feinsten zu bieten.

Während des Turniers waren viele ehrenamtliche Helfer gefragt. Galt es doch, die Mannschaften zu betreuen und den Zuschauern einen angenehmen Aufenthalt in Oberndorf zu bieten. 175 ehrenamtliche Helfer rund ums Oberndorfer Neckarstadion sorgten von Freitag bis Sonntag dafür, dass sich die Spieler mit ihren Trainer- und Betreuungsstäben, aber auch die Zuschauer in Oberndorf wohlfühlten, um sich ganz auf die großartigen und fairen Spiele konzentrieren zu können.

14 Ballmädchen und Balljungen

Um die Bälle, die ins Aus befördert wurden, kümmerten sich 14 Ballmädchen und -jungen der Oberndorfer E-Junioren. Während die Spieler in der Neckarhalle verpflegt wurden, hatten die Zuschauer auf dem Sportgelände die Möglichkeit, sich an den Foodtrucks mit abwechslungsreichen Imbissen zu versorgen. Am SVO-Kuchenbüffet und dem Getränkestand wurde für das leibliche Wohl der Zuschauer bestens gesorgt.

Bei der Verpflegung der jungen Fußballprofis gab es natürlich auch die eine oder andere Vorgabe. So wurde aus der Küche berichtet, dass die am Samstagnachmittag auf der Speisekarte stehenden Spaghetti für die Spieler aus Villarreal ohne Soße gereicht werden mussten, da noch ein wichtiges Platzierungsspiel anstand. "No sauce", musste den hungrigen, angehenden Stars von den Küchenhelfern vermittelt werden. "Die junge Leute hen mir richtig leid doa", bekannte eine der Helferinnen, zumal sich die Betreuer gerne an der Soße bedient hätten.

VfB-ler mussten umziehen

Auch Sprachunterricht wurde praktiziert; so erfuhren die Spieler des SE Palmeiras aus erster Hand, was Spätzle sind.

Untergebracht wurden die Gäste in Hotels und Gasthäusern der Umgebung, wobei die Spieler des VfB Stuttgart am Samstag nochmals vom Empfinger Quartier umziehen mussten. Die Lautstärke der Empfinger Beatparade wäre der Leistung nicht zuträglich gewesen.

Den angehenden Profifußballern behagte die Atmosphäre in Oberndorf – und so kamen sie den vielfältigen Autogrammwünschen der Fußballfans nach. Während die einen die Unterschriften auf ihren Vereinstrikots sammelten, ließen sich viele Mädchen rosafarbene Luftballons signieren.

Fußballprominenz vor Ort

Fußballprominenz war gleichfalls vor Ort. Neben vielen bekannten Offiziellen der teilnehmenden Vereine wurde die Nationalspieler Kevin Kurányi, Christian Wörns, Heiko Westermann und Cacau im Rund des Stadions gesehen.

Für eventuelle Verletzungen waren während der ganzen drei Tage jeweils vier Angehörige des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz.

Samstagabend im Einsatz

Sogar ein Angehöriger der Stadtgärtnerei wurde am Samstagabend ins Stadion bemüht. Er brachte in den Abendstunden den Rasen auf Vordermann.

"Es läuft alles rund", erklärten Oliver Zeller und Thomas Schefold gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Man sei mit dem Verlauf des Fußballfests sehr zufrieden. Allerdings habe man sich bei idealem Fußballwetter und der Qualität der teilnehmenden Mannschaften mehr Zuschauer erhofft.