Rieke Jungebloed ist mit 1899 Hoffenheim Meisterin der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd. Sie selbst hat daran großen Anteil.
Ein letztes Mal tritt Rieke Jungebloed, deren Vater Udo Fußball-Abteilungsleiter des VfL Nagold ist, mit ihrem Team in der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd am Wochenende an – die Fahrt geht nach Nürnberg.
Historisches Spiel
Es ist nicht nur das letzte Spiel dieser Saison für den seit vergangenen Sonntag feststehenden Meiser der Süd-Staffel, es ist auch ein Abschied für immer, denn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) führt die dreigleisige B-Juniorinnen Bundesliga in der nächsten Saison nicht fort. Nicht nur die Hoffenheimerinnen sind damit nicht glücklich, auch kleinere Vereine sind frustriert.
Doch vor diesem strukturellen Umbruch steht nicht nur die Fahrt zum 1. FC Nürnberg (Samstag, 14.00 Uhr), davor steht dann auch die folgende Endrunde um die deutsche Meisterschaft. „Wir haben uns mit dem Staffelsieg für eine sehr gute Saison belohnt, darauf können wir alle stolz sein“, sagte U17-Trainer Christopher Holzer nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt – und der anschließenden spontanen Feier.
Endspiel um den Süd-„Titel“
Und mittendrin stand Rieke Jungebloed aus Ebhausen, die nicht nur in diesem Spiel eine der Stützen der Hoffenheimer Mannschaft war und ist. Die Partie gegen die Frankfurterinnen war quasi das Endspiel um den Süd-„Titel“, entsprechend nervös agierten die Teams in der ersten Halbzeit.
Rieke Jungebloed macht alles klar
Doch in der Kabine hatte Trainer Holzer die richtigen Worte gefunden, seine U17-Mädels stürmten mit viel Power aufs Feld, und nach 50 Minuten schoss Jule Krips den Ball platziert von der Strafraumkante zur Führung in die Maschen. Den Deckel auf den Sieg machte Rieke Jungebloed: Die Ebhauserin verwertete einen Abpraller nach Svenja-Vöhringer-Abschluss zum alles entscheidenden 2:0. Dabei blieb es.
Als Meister der Südstaffel ist die TSG auch bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft dabei. Mit dem VfL Wolfsburg, dem Tabellenzweiten der Staffel Nord/Nordost, steht der Halbfinalgegner der Hoffenheimerinnen bereits fest. Am 11. Mai wird die Rieke Jungebloed mit ihrem Team zunächst vor heimischer Kulisse auf den VfL-Nachwuchs treffen, eine Woche später (18. Mai) soll auswärts das Finalticket gebucht werden (25. Mai).
Der Traum vom Titel
Die TSG Hoffenheim nimmt nach 2010, 2012 und 2016 zum vierten Mal an der Endrunde teil, 2012 gelang der bisher einzige Gewinn der deutschen Meisterschaft. 2010 unterlagen die Hoffenheimerinnen im Finale (gegen Potsdam), 2016 scheiterte die TSG im Halbfinale (ebenfalls gegen Potsdam). Rieke Jungebloed möchte mit dafür sorgen, dass der Titel 2012 in den Annalen nicht allein bleibt.