Der Ex-Eisenacher Ivan Snajder hat auf der Linksaußen-Position beim TVB starke Konkurrenz durch Patrick Zieker. Foto: IMAGO/wolf-sportfoto

Ivan Snajder spielte sechs Jahre beim ThSV Eisenach, ehe er mit dem Trainerduo Kaufmann/Grgic und Simone Mengon zum TVB Stuttgart wechselte. Vor dem direkten Duell äußert er sich.

Vier Ex-Eisenacher gibt es beim TVB Stuttgart. Weder das Trainerduo Misha Kaufmann/Danijel Grgic noch Spielmacher Simone Mengon kommen aber auf sechs Jahre beim ThSV, so wie das bei Ivan Snajder (28) der Fall ist. Vor dem Handball-Bundesligaspiel an diesem Donnerstag (19 Uhr/Werner-Aßmann-Halle) spricht der Linksaußen über das brisante Duell.

 

Herr Snajder, wie wird der Empfang für die Ex-Eisenacher am Donnerstag ausfallen?

Ich glaube schon, dass wir herzlich willkommen geheißen werden.

Ernsthaft?

Ja, wir alle haben für diesen Verein lange gespielt, lange gekämpft. Wir sind aufgestiegen und haben zweimal in der Bundesliga gemeinsam den Klassenverbleib geschafft. Das vergessen die Fans nicht.

Im Spiel . . .

. . . wird es etwas ganz anderes, dann ist es mit den Nettigkeiten vorbei. Da werden die ThSV-Fans ihr Team in diesem Hexenkessel wie immer frenetisch nach vorne peitschen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Eisenach?

Der ThSV war nach meiner Zeit in Kroatien bei HRK Karlovac mein erster Verein im Ausland. In den sechs Jahren sind viele Freundschaften entstanden. Sportliches Highlight war natürlich der Bundesliga-Aufstieg.

Wie kam Ihr Wechsel damals zustande?

Der ThSV hatte seinerzeit meinen Landsmann Sead Hasanafendic als Trainer, er knüpfte die Kontakte zu mir.

Was war nach sechs Jahren entscheidend für Ihren Wechsel nach Stuttgart?

Ich wollte etwas anderes probieren, sehen und erleben. Stuttgart bot da andere Möglichkeiten, auch was die Stadt betrifft. Und natürlich war auch der Trainer einer der Gründe, zum TVB zu gehen.

Ivan Snajder spielt seit Sommer beim TVB Stuttgart. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Kep

Misha Kaufmann kannte Ihre Qualitäten aus über drei gemeinsamen Jahren in Eisenach. Hätten Sie sich in Stuttgart nicht mehr Spielanteile gewünscht?

Ich komme ja auf meine Einsätze, vor allem in der Abwehr. Aber unser Kapitän Patrick Zieker präsentiert sich derzeit auch wirklich sehr gut – vorne und hinten. Von daher kann ich nicht böse sein, dass er mehr spielt. Ich muss geduldig bleiben, weiter alles im Training geben und auf meine Chance warten.

Nach 4:16 Punkten ist der Druck auf den TVB groß. Was muss passieren, dass es in Eisenach zum Sieg reicht?

Bei uns ist der Druck immer groß, weil wir uns den selbst auferlegen. Um in Eisenach zu bestehen, müssen wir einen kühlen Kopf bewahren, geduldig spielen und dürfen trotz der aufgeheizten Atmosphäre nicht unseren Fokus verlieren.

Wie groß ist der Vorteil, dass Sie und die anderen Ex-Eisenacher wissen, was Sie erwartet?

Auf jeden Fall ist das ein Vorteil, aber wir haben auch andere erfahrene Spieler im Team, die die Atmosphäre kennen. Das hat der TVB ja im Vorjahr bei seinem Sieg in Eisenach gezeigt. Genau das wollen wir am Donnerstag wiederholen.