Nach einem starken ersten Satz steht am Ende doch eine klare 0:3-Heimniederlage in der Dritten Liga gegen die FT Freiburg. Coach Sven Johansson sieht ein mentales Problem.
Dritte Liga Frauen: TV Villingen – FT Freiburg 0:3 (26:28, 16:25, 14:25). Die Villingerinnen konnten sich im Heimspiel am Sonntagnachmittag nicht für die klare 0:3-Hinspielniederlage in Freiburg revanchieren und stecken als Tabellendrittletzter weiterhin drin im Abstiegskampf.
Der erste Satz
Die TVV-Damen hatten sich sehr viel vorgenommen und lieferten auch beim 26:28 vor 300 Zuschauern einen hervorragenden ersten Satz ab. Einige Male hatten die Gastgeberinnen die Führung inne. Mit 21:17 lagen die Villingerinnen nach rund 30 Minuten vorne, doch etwas zu viel Risiko in den Angriffen sorgten dann dafür, dass sich Freiburg doch noch den ersten Satz holte.
FT-Trainer Florian Schneider blickte nachher zurück: „Villingen hat in dieser Phase stark gespielt. Hätten wir den ersten Satz verloren, wäre es für uns hier richtig ungemütlich geworden.“
Der zweite Abschnitt
Im zweiten Abschnitt baute das TVV-Team gegen den sehr eingespielten Tabellendritten immer mehr ab. Es gab spielerisch nur wenige Lichtblicke auf Seiten der Gastgeberinnen. Das Freiburger Team setzte sich nach einem 8:8 mit 14:9 und 20:11 deutlich ab. Den TVV-Damen unterliefen in dieser Phase zu einfache Fehler. Ein konstanter Spielaufbau war nicht mehr zu sehen. Am Ende des zweiten Satzes stand ein bitteres 16:25.
Der dritte Satz
Doch der TV Villingen gab nicht auf, legte im dritten Satz mit 4:0 vor, verlor dann aber wieder den Faden. Die Probleme in der Annahme und Verteidigung wurden größer, nur vereinzelt wurden noch effektive Angriffe gefahren. Beim 11:19-Rückstand war eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen – der TVV konnte das Blatt nicht mehr wenden. Nach dem dritten Satz und dem 25:14 standen die letztendlich souverän agierenden Freiburgerinnen als 3:0-Sieger fest. Als wertvollste Spielerin wurde auf Villinger Seite Leticia Nofz gewählt, die im ersten Satz einige starke Szene verzeichnete.
Das sagt Sven Johansson
Der Villinger Coach sprach nach dem letzten Ballwechsel Klartext: „Wenn wir im Spiel vorne liegen, sieht es bei uns spielerisch insgesamt gut aus. Sobald es einmal nicht läuft und Fehler passieren, lässt sich die Mannschaft schnell zu sehr herunterziehen. Jetzt haben wir am kommenden Samstag Schlusslicht Ulm zu Gast. Wenn wir nicht absteigen wollen, müssen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen.“