Jonas Hüther will mit dem TVS in Herrenberg den nächsten Sieg bejubeln. Foto: Lang

Zur ungewohnten Mittagszeit geht es für die Bergstädter um die nächsten beiden Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Wiederaufstieg in die Landesliga.

B ezirksoberliga, Männer: SG H2Ku Herrenberg 3 – TV St. Georgen (Samstag, 15.30 Uhr). Gegner und Spielzeit sind dabei äußerst tückisch. Mit der dritten Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg trifft der TVS auf eines der stärksten Teams im bisherigen Saisonverlauf.

 

Gegen den Gastgeber triumphierte der TVS im Heimspiel mit 27:18, wobei die Partie bis zur 46. Spielminute ausgeglichen war. Erst in der Schlussphase setzten sich die Bergstädter ab.

Lange Tradition

Handball in Herrenberg hat eine lange und erfolgreiche Tradition. 2010/11 spielte die erste Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga, heute immerhin noch in der Oberliga, die Reserve in der Verbandsliga. So wartet auf den TVS bei der Drittvertretung sicherlich auch der eine oder andere Spieler, der Erfahrung aus höheren Ligen besitzt.

Der Gastgeber verfügt ohne Zweifel über eine gewisse Heimstärke. Dennoch unterlag die SG am vergangenen Spieltag dem Tabellenschlusslicht aus Onstmettingen knapp. Umso mehr wird Herrenberg auf Wiedergutmachung aus sein.

Das große Ziel

St. Georgen wird also hellwach sein müssen. Noch drei Siege braucht der TVS aus den letzten sieben Spielen, um den Titel einzufahren – vorausgesetzt, dass St. Georgen gegen Albstadt den direkten Vergleich gewinnt.

Die Abwehr soll wieder zur Grundlage des Erfolgs werden, um dann schnell in Gegenstöße zu kommen. St. Georgen wird gegen die „H2-Kumpels“, wie sich die Mannschaft selbst nennt, aber auch Geduld brauchen. Zweifelsohne spielt der TVS aber auf Sieg. Mit zwei weiteren Punkten könnte sich St. Georgen schon eine extrem komfortable Ausgangssituation schaffen, ehe der TVS dann zweimal wieder vor eigenem Publikum spielt.

Landesliga Frauen

TV Spaichingen – TV St. Georgen 33:30 (14:12). Im Duell der Tabellennachbarn mussten die TVS-Damen einen Rückschlag hinnehmen. Bei Stand von 14:12 wurden die Seiten gewechselt. Bis zur 41. Minute (21:19) hielt St. Georgen weiter mit, dann folgte der Bruch. 33 Gegentreffer und viele technische Fehler waren das Problem am Mittwochabend.

Durch den besseren direkten Vergleich konnte der TVS immerhin den siebten Tabellenplatz verteidigen.

Tore: Hüther, Köppel (je 3), S. Smajic, A. Smajic (je 1), Brandenburg (5), Kurz (9/6), Radek (6) und Fajfer (2).

Landesliga Herren

SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen – HSG Schwenningen (Samstag, 19.30 Uhr). Die Schwenninger (6./17:13) wollen am Bodensee ihren Hinspielsieg (38:35) gegen den Tabellenachten wiederholen. Sieben Spieltage vor dem Saisonende haben die Neckarstädter noch Chancen auf die Ränge fünf und vier – wenn leistungsmäßig alles passt.

Bei der vergangenen 29:32-Heimniederlage gegen die SG Dunningen/Schramberg haderten die Schwenninger auch mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen. „Sie hatten keine Linie drin. Die SG Dunningen spielte sehr hart. Dies wurde nicht unterbunden. Wir haben uns zu sehr den Schneid abkaufen lassen“, blickt HSG-Coach Manuel Hertz-Eichenrode zurück.

In Allensbach erwartet der HSG-Coach einen Gegner, „der auch körperbetont spielt. Wir wollen uns in den letzten Trainingseinheiten speziell auf die Allensbacher Spielweise einstellen, um dort zu punkten“, so der Schwenninger Trainer, der einige angeschlagene Spieler derzeit ersetzen muss. Es ist mit einer offenen Partie in Allensbach zu rechnen.