Barbara Schöneberger moderierte den Rottweiler Beitrag bei „Verstehen Sie Spaß?“ an. Foto: Screenshot/Siegmeier

Das Rottweiler Rathaus wurde bereits im Dezember Kulisse für einen Beitrag für „Verstehen Sie Spaß?“. Mit versteckter Kamera wurde hier gedreht. Am Samstag wurde der Beitrag in der Sendung ausgestrahlt.

Prominente wie Schauspieler Hans Sigl, Ernie und Bert aus der Sesamstraße, der Sänger Ben Zucker und die Schauspielerin Gaby Dohm waren am Samstagabend bei „Verstehen Sie Spaß“ im ZDF zu sehen. Und so mancher staunte nicht schlecht, als plötzlich die Stadtsilhouette von Rottweil in einem Beitrag auftauchte.

Bereits im Dezember war ein Kamerateam der bekannten und beliebten Sendung, die Barbara Schöneberger moderiert, im Rottweiler Rathaus zu Gast gewesen, und hatte hier kurzerhand so manches umgemodelt. Doch offenbar fiel das nicht allen auf.

Wie eingefroren

„Wenn man aufs Amt geht, dann ist man leicht angespannt. Man braucht sehr viel Geduld. Und man hat das Gefühl, die Zeit bleibt stehen“, moderierte Schöneberger den Beitrag „Und täglich grüßt das irre Amt“ an.

Es gibt ein Wartezimmer, in dem seltsame, ja geradezu, unheimliche Dinge geschehen. Aber erst einmal ist alles (scheinbar) ganz normal. Geduldig warten in dem vermeintlichen Wartezimmer einige Leute, die „auf dem Amt“ etwas zu erledigen haben.

Unter den Lockvögeln ist übrigens auch Christiane Frank, Mitarbeiterin im Rottweiler Kulturamt. Brav wie alle anderen auch, erhebt sie sich, wenn der Amtsleiter durchs Zimmer läuft.

Nichtsahnend kamen Kandidaten in das „Wartezimmer“. Christiane Frank (links) gehörte zu den Lockvögeln. Foto: Screenshot

Aber damit noch nicht genug, denn jedes Mal, wenn jemand aufgerufen wird, ist die Szenerie plötzlich wie eingefroren. Keiner bewegt sich. Keiner spricht. Immer wieder wiederholt sich diese Szene für die nichtsahnenden Kandidaten, bis sie schließlich mit der Frage „kennen Sie ’Verstehen Sie Spaß’?“ aufgelöst wird, und die Kandidaten „erlöst“ werden. Da kann man doch nur froh sein, dass Rottweil im richtigen Leben ein Bürgerbüro mit lauter freundlichen Mitarbeitenden hat.

Dreh unter größter Geheimhaltung

Die Dreharbeiten im Dezember hatten unter größter Geheimhaltung stattgefunden, nachdem zuvor ein „Location Scout“ unterwegs war, um geeignete Drehorte ausfindig zu machen. Aus dem Rathaus kam nach kurzer Überlegung die Zustimmung, und schon konnte es losgehen.

Zwei Büros im zweiten Obergeschoss waren für den Dreh komplett umgestaltet worden. Unmengen Equipment wurde angeschleppt, erinnert sich Oberbürgermeister Christian Ruf schmunzelnd. Riesiger Aufwand war betrieben worden, bis die Dreharbeiten schließlich beginnen konnten. Nicht nur für die Rathaus-Mitarbeiter wurde dies ein Tag werden, der in Erinnerung bleibt.