Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich haben sich Staatschef Emmanuel Macron und seine rechte Herausforderin Marine Le Pen in einem TV-Duell einen harten Schlagabtausch geliefert. Foto: Imago//Frederic Chambert

Der amtierende Staatschef hat laut Umfragen das Fernsehduell vor der französischen Präsidentschaftswahl für sich entschieden. Doch seiner Konkurrentin gelang es fast unbemerkt, sich trotz ihrer extremen Ideen als „präsidiabel“ zu verkaufen.

Nationalismus gegen Europa, Xenophobie gegen Weltoffenheit: Mit Marine Le Pen und Emmanuel Macron traten am Mittwochabend zwei Spitzenkandidaten gegeneinander an, die völlig gegensätzliche Gesellschaftsmodelle vertreten. Le Pen, als Poltererin bekannt, gab sich ruhig und zurückhaltend. Macron wirkte zunächst recht angespannt und versuchte das zu kaschieren; fast zu betont selbstsicher lehnte er sich öfters mit verschränkten Armen zurück und lächelte süffisant über die Worte seiner Rivalin. Um zu verhindern, dass er von Le Pen auf die wenig glorreiche Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit festgenagelt wurde, ging Macron in den Angriff. Immer wieder fiel er ihr ins Wort, auf die Gefahr hin, selbstgefällig zu wirken. „Ich informiere Sie . . .“, sagte der amtierende Präsident mehrmals von oben herab. Le Pen lächelte dazu nur. Im Unterschied zu ihrem ersten, völlig verpatzten Duell im Jahre 2017 war sie gut in Form.

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