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Tuttlingen Rocker wehren sich mit Molotow-Cocktails

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Unbekannte haben in Tuttlingen einen Anschlag auf ein Lokal verübt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung. Foto: Symbolfoto/Eich

Tuttlingen - Mehr als 25 Beamte der Polizeidirektion Tuttlingen und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Rottweil mussten am frühen Sonntagmorgen Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung einleiten. Hintergrund war ein Vorfall, der sich in den frühen Morgenstunden in Tuttlingen ereignete.

Gegen 6.30 Uhr verständigte ein Taxifahrer die Polizei und teilte eine Stichflamme an einem Gebäude in der Gerberstraße mit. Kräfte von Polizei und Feuerwehr rückten sofort aus und stellten an der Außenfassade des mehrstöckigen Gebäudes mit einem Spielhallenbetrieb, einem Café sowie mindestens einer privaten Wohnung deutliche Rußspuren fest. Daneben die Reste zweier Molotowcocktails, die von einem oder mehreren Tätern aus Bierflaschen gebaut und anschließend brennend gegen die Fassade des Gebäudes geschleudert worden waren.

Trotz eines geöffneten Fensters im Bereich der Brandstelle konnten sich die Flammen jedoch nicht ausbreiten und erloschen von selbst wieder. Zum diesem Zeitpunkt hatten sich in dem Gebäude noch vereinzelte Personen aufgehalten. Verletzt wurde niemand.

Zur Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Beamte des Polizeireviers und der Kriminalpolizei leiteten noch in den frühen Morgenstunden Ermittlungen nach dem oder den verantwortlichen Tätern ein.

Ersten Ermittlungen zufolge ging der Brandstiftung vermutlich eine Auseinandersetzung mit etwa zehn Mitgliedern einer ansässigen Rockergruppierung voraus. Diese hatten in der Nacht (gegen 4.20 Uhr) versucht, Zutritt zu einem Lokal im ersten Obergeschoss zu erhalten. Da es jedoch bereits zuvor in der Nacht zu einem Vorfall mit denselben Personen aus der Gruppe gekommen ist, wurde ihnen von dem zuständigen Sicherheitsdienst des Lokals ein erneuter Zutritt verwehrt. Dies führte zu einem kurzen Handgemenge zwischen den Parteien. Anschließend verließen die Aggressoren jedoch den Bereich.

Da nun anzunehmen war, dass Mitglieder dieser Gruppe nun auch für das weitere Geschehen verantwortlich sind, durchsuchten Beamte der Polizeidirektion Tuttlingen auf richterliche Anordnung noch am Vormittag das Vereinsheim des betroffenen Rockerclubs und leiteten weitere Ermittlungen um den betroffenen Personenkreis ein. Bei der Durchsuchung konnten die Beamten erste Beweismittel auffinden und sicherstellen.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern derzeit noch an und gehen - trotz der ersten Erkenntnisse - in alle Richtungen. Die Polizeidirektion Tuttlingen hat zur Klärung des Falls eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Bei weiteren Erkenntnissen wird unverzüglich auf diesem Wege nachberichtet.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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