Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Tuttlingen ist Super-Hotspot Landkreis drohen noch härtere Corona-Regeln

Von
Der Kreis Tuttlingen hat in Baden-Württemberg die höchste 7-Tage-Inzidenz. (Symbolfoto) Foto: Matryx/pixabay

Im Kreis Tuttlingen gehen die Corona-Zahlen durch die Decke. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt derzeit bei 275 - also bei einem negativen Spitzenwert in ganz Baden-Württemberg. Landrat Stefan Bär sprach zuletzt in seinen Lageberichten von einer Situation, "die zunehmend ernster wird" und "besorgniserregend" sei.

Kreis Tuttlingen - Laut dem Landrat ist das "Corona-Geschehen" im Kreis derzeit "überall angekommen". Besonders brisant: Auch die Seniorenheime sind betroffen. Nun beraten am Freitag die Bürgermeister über weitere Maßnahmen. Laut einem Facebook-Post des Landratsamts ist dahingehend eine Pressekonferenz anberaumt. 

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

In der Stadt Tuttlingen wurden die Corona-Regeln in den vergangenen Tagen bereits verschärft: Der Wochenmarkt wurde abgesagt, Freizeitanlagen geschlossen. "Die Zahlen gehen weiter durch die Decke, Tuttlingen und der ganze Landkreis gelten als Hotspot", wird Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck in einer Pressemitteilung zitiert. Dort heißt es weiter, "die bisherigen Appelle, persönliche Kontakte drastisch einzuschränken", seien "leider nicht überall auf fruchtbaren Boden gefallen". In der Kreisstadt werden außerdem Super- und Baumärkte verstärkt auf die Einhaltung der Corona-Auflagen kontrolliert. "Die nach wie vor geltenden Zutrittsregeln wurden in der letzten Zeit immer lockerer gehandhabt", so Beck, "wenn wir eine Kehrtwende wollen, muss sich das ändern". Zudem überwacht die Landespolizei verstärkt öffentliche Räume wie die Fußgängerzone, Parks, Spielplätze, Wege oder Parkplätze, um Ansammlungen im Freien zu verhindern.

Inzidenz in Tuttlingen Stadt über 300

Tuttlingen Stadt gehört mit einem Inzidenzwert von über 300 mittlerweile zu den am stärksten von Corona betroffenen Städten in Baden-Württemberg. Doch woher kommt das? Das größte Problem, so Oberbürgermeister Beck weiter in der Pressemitteilung, gehe in Tuttlingen nach wie vor von Treffen im privatem Rahmen aus. Hier seien freilich die staatlichen Kontrollmöglichkeiten gering. Dies betreffe vor allem private Begegnungen in Wohnungen, weniger den Einzelhandel. 

Um nun möglichst viele Gruppen zu erreichen, hat Michael Beck laut Mitteilung Vertreter der Tuttlinger Moscheegemeinden zu einem Gespräch eingeladen. "Unter den Infizierten waren zuletzt sehr viele türkische Mitbürger. Sie erreichen die Mitglieder Ihrer Community selber am besten", appellierte er an die Vertreter von sechs Kultur- und Moscheevereinen. 

Wechselunterricht ab Jahrgangsstufe 8?

Für den ganzen Landkreis Tuttlingen droht ferner wegen der hohen Inzidenz sogenannter "Wechselunterricht". Diese Unterrichtsform hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach den Beratungen von Bund und Ländern zu neuen Corona-Maßnahmen am Donnerstag im Südwestrundfunk angekündigt. Bei einer 7-Tage-Inzidenz höher als 200 sollen demnach laut der Deutschen Presse Agentur zusätzliche Maßnahmen ab Jahrgangsstufe 8 getroffen werden. Mit "Wechselunterricht" ist gemeint, dass Klassen halbiert werden und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet. Nach den Daten des Landesgesundheitsamts vom Donnerstag wurde die 200er-Grenze zuletzt in den Kreisen Heilbronn, Lörrach, Mannheim, Ostalb und Tuttlingen überschritten.

Am Freitag, 27. November, wurden im Kreis Tuttlingen laut Landratsamt 433 aktuell Infizierte gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden im Kreis 1925 bestätigte Infektionen erfasst. Davon gelten 1452 als genesen. 40 Menschen im Kreis Tuttlingen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Hier sehen Sie den Lagebericht vom 20. November mit Landrat Stefan Bär:

Artikel bewerten
59
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.