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Tuttlingen G20: Polizisten kehren verunsichert zurück

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20 000 Polizisten sind während des Ausnahmezustands in Hamburg im Einsatz. Foto: Perrey

Kreis Rottweil/Tuttlingen - Die Mächtigen der Welt, friedliche Gipfelgegner, aber auch randalierende Linksautonome: Sie alle waren während des ­G20-Gipfels in Hamburg. Genauso wie 20.000 Polizisten, darunter auch neun vom Polizeipräsidium Tuttlingen.

Tausende Demonstranten ziehen durch Hamburg, mehr als 50 Veranstaltungen sind rund um den G20 Gipfel angemeldet. Darunter auch die Kundgebung "Welcome to Hell", bei der es durch den sogenannten schwarzen Block im Schanzenviertel zu Kriegsszenen kommt. Zu brutaler Gewalt auch gegen Polizisten. Während des Hamburger Ausnahmezustands waren auch neun Beamte vom Polizeipräsidium Tuttlingen im Einsatz.

Glück gehabt

"Man weiß nie, was ist, wenn eine gewaltbereite Gruppe auf einen zukommt", meint Michael Aschenbrenner vom Polizeipräsidium Tuttlingen. Deshalb seien die neun Beamte alle sehr erleichtert, "dass sie wieder wohlbehalten zurück sind", berichtet der Pressesprecher. Die Beamte hätten in Hamburg verkehrslenkende Aufgaben übernommen. Unter den neun Beamten waren auch zwei Motorradfahrer und ein Hundeführer.

Einsätze, wie Straßen zu sichern, würden oftmals nur von Kleingruppen mit zwei, drei Beamten durchgeführt. Deshalb galt für die neun Beamte die Maßgabe der Hamburger Polizeiführung: Wenn ein Konflikt aufkommt, der nicht berechenbar ist, sich zunächst selbst in Sicherheit bringen. Während solcher Einsätze mache man sich schon Gedanken, meint Aschenbrenner. "Kann ich mich zurückziehen? Muss ich mich zurückziehen?", mit solchen Fragen umzugehen, sei nicht einfach.

Deshalb seien die eingesetzten Beamten des Präsidiums "doch sehr verunsichert" von dem Einsatz zurückgekehrt. Die Dimension der Gewalt in Hamburg sei sehr erschreckend gewesen. "Jeder von uns hat mit Konflikten zu tun, aber so eine Situation ist schon noch mal etwas anderes", meint er. Die Beamten vom Tuttlinger Polizeipräsidium hatten Glück. Keiner wurde verletzt.

Aschenbrenner meint indes mit Blick auf die linksautonome Szene Hamburgs: "Das kann man nicht mit hier vergleichen." Zwar gebe es auch im Bereich des Tuttlinger Polizeipräsidiums linksextreme Gruppen wie die Antifa, die Szene halte sich jedoch "in Grenzen". So sei es auch bei dem Aufeinanderprallen der islamkritischen Pegida-Bewegung in Villingen-Schwenningen und der Antifa in der Vergangenheit nur zu "wenigen Zwischenfällen" gekommen. Dennoch wolle er das Problem Linksextremismus nicht verharmlosen. Auch hier könne es schnell zu Entwicklungen kommen, auf die die Polizei ein Auge haben müsse.

Für ihren Einsatz in der Hansestadt bekommen die baden-württembergischen Polizisten nun drei Tage Sonderurlaub. Das sagte am Dienstag Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU).

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