Der Samstag der Grümpel- und Turnierwoche des TuS Kleines Wiesental steht traditionell für die Finalrunden: Es verdeutlichte sich, dass die Endgegner sich rein gar nichts schenken.
Harmlos klingende Namen einerseits, Angriffsfreude und Tempo andererseits. Bei den Finalspielen im Tegernauer Stadion ging es ordentlich zur Sache. Die Teams „Goalbusters“, „Zicken Wings“, „Knapp d’näbe“ und „Tussis“ kämpften wild entschlossen um die Trophäe. Jubel und Begeisterungsschreie blieben nicht aus. In der letzten Begegnung trafen die „Ex-Hartplatzkicker“ auf die Ringer der WKG Weitenau-Wieslet. Letztere zeigten, dass sie nicht nur ringen, sondern auch rennen können. Aber es half nichts. Die Ex-Hartplatzkicker holten sich den Sieg. Mit der Feststellung „Da meint es einer ernst“, kommentierte Sprecher Moritz Deiss den ersten Treffer. Das Tor fiel in der ersten Minute. Manch Zuschauer war noch im Begriff, sich hinzusetzen. Und die Ex-Hartplatzkicker fackelten nicht lange. In Minute zwei rauschte das Runde erneut ins Eckige. Auf Grund des temporeichen Gebolzes hatte der WKG-Torwart regen Bodenkontakt. Mitunter schmerzte es allein beim Hinschauen. In diesem spannungsreichen Tenor ging es weiter.
Einen Extrapunkt hätten indes die Ringer für Fairness verdient. Doch in der Halbzeit der 15-minütigen Austragung stand es bereits 4:1. Im weiteren Verlauf der hitzigen Bein-Debatte landete Team Ex-Hartplatz den fünften, und die WKG einen zweiten Treffer, um auf Platz zwei in der Gesamtwertung zu rutschen. Im Anschluss wurden, wie kann es anders sein, die kniffligsten Momente bekakelt.
Fußball-Dart
Dann verschaffte sich eine schwarz-weiß-rote XXL-Scheibe mit Ringen und Zahlen Raum. Der Ball wechselte nun permanent in den Flugmodus und wurde zum Dart (Pfeil). Qualifiziert hatten sich acht Teams. Darunter „Wellemacher“, „Dart Desaster“ oder „Raicher Wildsäu“. Letztere trugen den Beinamen „Trefferfest“. Das galt auch für Nina, die sonst in der TuS-Damenmannschaft spielt. Ihr rotes Schussobjekt landete als erstes im „Bullenauge“. Später sollte es auch den beteiligten Herren gelingen, das Bulls-Eye zu traktieren. Mitunter entstand reinste Geometrie, etwa wenn drei gelbe Bälle das Epizentrum erreichten. Manchem war das Riesenrund noch zu klein, denn der Ball flog glatt drüber. Das spaßig-sportliche Fußball-Dart-Turnier wurde erstmals ins Programm aufgenommen, und bildete den Wochenauftakt am Pfingstmontag. 24 Teams zeigten, dass die Idee ankam. Cornelia Roser, erste Vorsitzende des Fördervereins, schmunzelte, oft habe der Laie mehr Punkte erspielt als der Profifußballer.
Rosers weitere Bilanz legt dar, dass die Grümpelspiele mit zwölf Herren- und vier Damenteams die komplette Vorrunde spielten.
Förderverein ist zufrieden
Die Hitze sorgte für weniger Zuschauer, „aber wir waren zufrieden“. Roser war es auch, die am Samstag auf die Tube drückte. Denn bevor die Aktiv-Herren ihr drittletztes Heimspiel gegen den TuS Efringen-Kirchen absolvierten, galt es eine Reihe Sieger zu ehren.