Während Elvan Sokoli nach seinem Wechsel zum TuS Ergenzingen direkt in den Stamm der Oberliga-A-Junioren gerückt ist, hat der 16-Jährige bereits das Trikot für Kosovo getragen
16 Jahre alt und bereits Nationalmannschafts-Luft geschnuppert. Elvan Sokoli aus Remmingsheim mischt zudem derzeit mit dem TuS Ergenzingen die A-Junioren Oberliga richtig auf. Obwohl er dem jüngeren Jahrgang angehört – in wenigen Tagen wird er 17 Jahre – ist er Stammspieler und beim TuS derzeit nicht wegzudenken.
Der TuS Ergenzingen ist nach dem Aufstieg 2024 in seiner zweiten Saison der A-Junioren-Oberliga und hat einen starken Start hingelegt. Zuletzt verlor der Tabellensechste aber zweimal. Dies allerdings gegen den Ersten TSG 1862/09 Weinheim und gegen den SV Waldhof Mannheim.
Start überrascht
Zwischen den großen Namen in der Liga hofft Elvan Sokoli, dass er und seine Mannschaft an die guten Leistungen wieder anknüpfen können. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit oben stehen, sondern eher, dass wir um den Abstieg spielen“, sagt der Flügelspieler, der sich dem TuS in dieser Saison angeschlossen hat und aktuell sehr zufrieden dort ist. „Ich kann mich gut weiterentwickeln“, freut sich der 16-Jährige.
Positiv für Sokoli ist ebenfalls die Nähe zu seinem Wohnort Remmingsheim. „Ich mache jetzt eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Dadurch ist es einfacher, bei einer Mannschaft zu spielen, die so nah an daheim ist.“
Zuvor war der Jugendspieler nämlich ordentlich unterwegs. Los ging es beim Heimatverein SV Neustetten. Von dort wechselte er zum FC Rottenburg, war bei der TSG Balingen, dem SSV Reutlingen und beim FC 08 Villingen. Hier spielte er zuletzt in der U17 der DFB-Nachwuchsliga.
Der Wechsel zum TuS mit Nähe zur Heimat kam auch dadurch zustande, dass seine Familie schon lange Bezug zum Verein hat und Elvan Sokoli den Trainer Alexander Schreiner bereits vom Stützpunkt her kennt.
Bundesliga als Ziel
In Ergenzingen will der 16-Jährige nun „so viele Tore wie möglich schießen, um eventuell von Scouts gesehen zu werden“. Denn sein Ziel ist es, so hoch wie möglich zu spielen. „Vielleicht sogar in der Bundesliga irgendwo“, sagt der ambitionierte Kicker. Seine Zukunft sieht er dabei schon kommende Saison bei einem höherklassigen Verein.
Nebenbei hat er auch nationale Ziele im Blick. Denn Sokoli ist zudem U17 Spieler für den Kosovo. Hier hofft er, wieder in die Nationalmannschaft berufen zu werden. Zuletzt war er bei der EM-Qualifikation dabei, als es gegen Zypern, Andorra und Moldawien ging. Sein erstes Tor hatte er für die Nationalmannschaft in der U15 gegen Bulgarien geschossen. „Es ist eine Ehre für mich, für Kosovo zu spielen.“
Besonderes Hobby
Neben seiner großen Fußballleidenschaft hat der 16-Jährige ein eher kurioses Hobby. „Ich schneide gerne Haare“, sagt er lachend. Doch ganz so überraschend ist dieses Talent nicht, denn seine Eltern betreiben einen Friseursalon. So hat schon der ein oder andere Kumpel oder Mannschaftskollege von Elvans Talent profitiert.
Bekannter Gegner kommt
Für seine neuen Teamkollegen und Schienenspieler Sokoli geht es am Sonntag zurück in den Ligaalltag. Dann kommt auch ein großer Name zum TuS Ergenzingen. Gegen den VfR Aalen will das Team aus dem Gäu wieder zurück in die Erfolgsspur. Ein durchaus machbares Ziel, denn die Aalener stehen mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz oder Oberliga.