Dank Selfie-Stick konnten Teresa Benz (links) und Simone Lehmann auch an der Whats-App-Fotoaktion teilnehmen und Corona-konforme Grüße ans Publikum schicken. Foto: Verein

Fastnachtsveranstaltung hat enorme Reichweite. Verantwortliche hoffen nicht auf Wiederholung.

Fastnacht vom eigenen Sofa aus? Das ist in Steinach am Wochenende möglich gewesen. Der TVS hat seinen ersten "Turnerball@Home" am Samstagabend veranstaltet.

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Steinach - Laut Mitteilung hat der TVS mit der Veranstaltung neue Maßstäbe gesetzt. Sie sei ein voller Erfolg gewesen, heißt es. Eine Einbindung der Gruppen für neue Auftritte sei nicht möglich gewesen. "Daher ging man neue Wege in Gestalt eines Youtube-Livestream-Events mit ganz vielen Möglichkeiten für die Zuschauer, aus deren eigenen Wohnzimmern aktiv zu werden." Im Schnitt verfolgten 600 Haushalte das fast dreistündige Spektakel – dies übertraf laut Mitteilung alle Erwartungen.

Dreh- und Angelpunkt waren die Moderatorinnen Teresa Benz und Simone Lehmann. Mit viel Charme, Witz und Spontanität verpassten sie dem Abend den richtigen Showcharakter. Der abwechslungsreiche Plausch in entspannter Wohnzimmeratmosphäre animierte die Zuschauer zu unzähligen Kommentaren, die die beiden nur zu gerne aufgriffen. Darin enthalten war auch so mancher Dank von Zünften und Vereinen aus der Region, für die Beteiligung an der Fasent 2021. Die Zuschauer ließen mit Grüßen aus Nürnberg, Recklinghausen, Berlin und Co. erahnen, welch enorme Reichweite der "Turnerball@Home" hatte.

Mitmach-Aktionen

Mittels 17 fesselnder Turn-, Tanz- und Comedy-Nummern der vergangenen Jahre zündete der TVS ein buntes Feuerwerk und stellte mit den Videozusammenschnitten seine Vielseitigkeit unter Beweis. Doch der Fokus des närrischen Live-Streams lag insbesondere auf Mitmach-Aktionen. Nahezu 300 Erinnerungsfotos und Schnappschüsse aus den Wohnzimmern brachten die Leitungen zum Glühen.

Nicht nur per Foto ließen sich die Zuschauer in deren Zuhause schauen, auch Live-Schaltungen via "Zoom" waren möglich. Zu Beginn durften die Moderatorinnen einen vollmaskierten Hofstetter Höllenhund zum virtuellen Interview begrüßen. Der nebensitzende Simsegräbsler übersetzte und zeigte sich begeistert vom Konzept. Bei weiteren Schalten wurde mit einer Steinacher Familie über Kostüme gefachsimpelt und ein Hornberger Damen-Trio vollführte bereitwillig Lockerungsübungen, ehe Vorschläge fürs Turnerballmotto 2022 diskutiert wurden.

Innerhalb des gut besuchten Zoom-Meetings herrschte freudige Partystimmung, die immer wieder auf den Bildschirmen zu sehen war. Die Möglichkeit, per Instagram-Abstimmung auf die Auswahl der gezeigten Videos Einfluss zu nehmen, fand ebenso regen Anklang.

Virtuell getanzter Flashmob

Abschluss des interaktiven Events war der gemeinsam virtuell getanzte Flashmob. Der "Turnerball@Home" ist laut Mitteilung geglückt. Doch Verantwortliche und Zuschauer hoffen auf keine Wiederholung, sondern auf ein persönliches Wiedersehen im kommenden Jahr.

Da zuhause Selbstbedienung herrscht, hatte der Steinacher Turnverein im Voraus eine Einkaufsliste zur Verfügung gestellt. Am Abend gab es passende Anleitungen für zwei erfrischende Cocktails. Fürs echte Feeling am "Morgen danach" warb man für doppelseitiges Klebeband – quasi zum Simulieren des Spirituosen-Hafteffekts auf dem Barboden. Teresa Benz und Simone Lehmann rollten es natürlich ebenfalls aus und blieben am Ende darauf kleben.

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