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Turnen Olympiasieger bei Vierländerkampf

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Beste Freunde: Andreas Toba (links) und Marcel Nguyen freuen sich auf ihren Auftritt in Baiersbronn. Foto: Montage: von Gottschalck

Am Samstag werden Marcel Nguyen und Andreas Toba live in Baiersbron zu sehen sein. Marcel Nguyen und Andreas Toba sind seit fast zehn Jahren gemeinsam in der deutschen Turn-Nationalmannschaft, haben viel zusammen erlebt. In Baiersbronn werden die beiden Vorzeigeturner das Team des Deutschen Turnerbundes im Ländervergleich gegen Großbritannien, die Schweiz und Frankreich anführen.

Seit dem Wochenende läuft im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin die zentrale Vorbereitung auf die Turn-EM in Glasgow. Wie war der Auftakt für die finale Phase der Vorbereitung?

Marcel Nguyen: Es gibt noch einiges zu tun bis zur EM. Am Sonntag war der erste interne Testwettkampf. Ich hatte zwei Stürze, wurde intern dennoch zweiter hinter Nick Klessing. Aber die Zeit zum Feilen kommt ja jetzt. Andreas Toba: Ich war selbst ganz zufrieden. Nach meinem Kreuzbandriss vor zwei Jahren verzichte ich noch auf den Boden, kann also nur an fünf Geräten turnen, die liefen aber sehr gut. Vor allem meine Reckübung war gelungen.

Welchen Stellenwert hat denn der Länderkampf am Samstag in Baiersbronn?

Nguyen: Für die Mannschaftszusammenstellung eine entscheidende. Danach wird das Team nominiert. Es wird also jeder einen konzentrierten und fehlerfreien Wettkampf abliefern wollen. Toba: Teamwettkämpfe sind auch immer etwas Besonderes. Wir kennen das ja aus der Deutschen-Turnliga. Im Grunde sind wir ja als Turner fast immer Einzelkämpfer. Da genießen wir diesen Teamspirit.

Ein Teamspirit, für den Sie, Herr Toba, ja so herausragend stehen wie fast kein anderer. Viele haben die Bilder noch im Kopf, als Sie trotz des gerade erlittenen Kreuzbandrisses ans Pauschenpferd gegangen sind und für das Olympia-Team weitergeturnt haben. Sie wurden danach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bambi und dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport.

Toba: Ich habe es ja schon oft erzählt, für mich stand gar keine andere Entscheidung zur Diskussion. Ich musste einfach ans Pferd, denn meine Punkte waren wichtig, um dem Team die Qualifikation für das Finale zu ermöglichen. Sicherlich hätte auch jeder verstanden, wenn ich einfach nur heulend in der Ecke gesessen und mich behandeln lassen hätte. So aber habe ich mir meine Tränen kurz weggewischt, habe geturnt und dann weiter geheult (lacht).

Wie wichtig waren in dieser Situation auch Ihre Teamkollegen?

Toba: Elementar wichtig. Marcel war ja mit mir im Zimmer, und er musste auch noch zwei Wettkämpfe turnen. Er hat mich jeden Tag bis zu meinem Rückflug aufgebaut und bei allem unterstützt. Das werde ich ihm nie vergessen – obwohl er sich ja wirklich auf sich konzentrieren musste.

Somit war dies sicher auch für Sie, Herr Nguyen, eine schwere Situation?

Nguyen: Ja, absolut. Ich konnte es sehr gut nachvollziehen, was es heißt, so eine schwere Verletzung zu erleiden, schließlich habe ich mir 2014 ebenfalls das Kreuzband gerissen. Wenn das dann deinem besten Kumpel bei so einem Wettkampf passiert, dann nimmt dich selbst auch mit.

Waren Sie beide schon einmal in Baiersbronn?

Nguyen: Nein, leider nicht – obwohl es ja eigentlich gar nicht so weit von meinem Wohnort Stuttgart entfernt ist. Von unserem Manager haben wir aber nur Gutes gehört. Toba: Es ist toll, dass der DTB den Länderkampf an einen engagierten Verein wie den TV Baiersbronn vergeben hat. Sicherlich ist es für uns mit der Anreise aus Kienbaum schon auch mit Reisestrapazen verbunden, aber wir turnen selbstverständlich lieber in einer vollen Halle als nur für uns im Trainingszentrum. Nguyen: Und die Besetzung des Länderkampfs mit Großbritannien, Frankreich, der Schweiz und uns ist ja auch wirklich eine volle Halle wert. Für uns ist es die Generalprobe für die EM. Da ist es selbstverständlich besser, eine echte Wettkampfkulisse zu haben.

An welchen Geräten werden wir Sie im Einsatz sehen?

Nguyen: Das steht noch nicht ganz fest. Sicherlich werde ich an meinem Paradegerät, dem Barren, turnen, wahrscheinlich auch Ringe und Reck. Toba: Für mich ist ja das Pauschenpferd zum Lieblingsgerät geworden, hier werde ich sicherlich eingesetzt werden. Außerdem Reck und Ringe.

Bei den Fußballern wurde zuletzt bemängelt, dass sie sich zu sehr von ihren Fans entfernt hätten und keine Nähe mehr zulassen würden. Dürfen sich wenigstens die Turnfans in Baiersbronn auf ein paar Autogramme freuen?

Nguyen: Da ist die Welt des Fußballs mit unserer sicherlich nicht zu vergleichen. Wir schätzen die Unterstützung der Fans sehr und sind auch immer gerne bereit, Autogramme zu geben oder ein Foto zu machen. Auch wenn wir am Abend schon wieder nach Berlin fliegen werden. Toba: Für uns ist das ein Zeichen der Wertschätzung und somit eine Selbstverständlichkeit. Auch die Jungs der anderen Nationen werden das so sehen. Doppel-Olympiasieger Max Whitlock beispielsweise ist in Großbritannien ein Superstar. Aber auch er ist völlig geerdet und sympathisch.

Zum Abschluss noch die Frage: Wer gewinnt?

Nguyen: Oh das ist nicht einfach. Die Briten sind sicherlich der Favorit. Wir werden mit den anderen um Platz zwei kämpfen. Toba: Ja, so sehe ich das auch. Wobei auch die Franzosen starke Leute dabei haben. Definitiv wird es ein spannender Nachmittag in Baiersbronn werden.

 
 

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