Die gesamte Truppe auf dem Sofa (v.l.n.r.): Birgit Bade, Andrea Maier, Patrick Graf, Marco Maier, Edeltraud Dietrich (Regie), Andrea Winter (Regie), Tobias Gorny, Michael Entress, Alisa Gäßler, Andrea Pfister. Foto: Will

Generalprobenbesuch beim Nautle-Theater: „Heiße Nächte – kalte Füße“ verspricht einen vergnüglichen Theaterabend.

Generalprobe bedeutet Aufführung „im Echtlauf“, und dazu gehört das Spielen vor Publikum genauso wie die offizielle Begrüßung durch Nautle-Zunftmeister Michael Dietrich. „Auf der Bühne stehen unsere altbewährten Hasen“ stellte Dietrich vor etwa 30 Zuschauerinnen und Zuschauern, die extra zur Generalprobe in den Saal der St. Peter-und-Paul-Kirche nach Gauselfingen gekommen waren, fest. Sie erlebten eine Generalprobe mit einer munteren, gut aufeinander eingespielten und motivierten Theatertruppe, die mit ihrem neu einstudierten Stück einen lebendigen und vergnüglichen Theaterabend verspricht.

 

„Heiße Nächte – kalte Füße“: im Stück erleben drei befreundete Ehepaare auf Mallorca turbulente Urlaubstage voller Chaos, Missverständnissen und Überraschungen. Ein charmanter Pensionsbesitzer und eine undurchsichtige Schauspielerin tragen ordentlich zum Chaos bei. Mehr wird hier nicht verraten, nur soviel: hingehen lohnt sich – wie immer, wenn die Nautle Theater spielen.

Routinierte Truppe

Im Gespräch vor Beginn der Generalprobe zeigen sich eine routinierte und gut gestimmte Truppe, die Lust am Spielen hat, und erfahrene Regisseurinnen, die ihre Handlungsfelder miteinander abgestimmt haben. Edeltraud Dietrich koordiniert die Auswahl der Stücke, leitet das Geschehen auf der Bühne und ist daneben noch Souffleurin während der Aufführungen „so ziemlich arbeitslos“, wie sie sagt. Will heißen: der Text bei den Akteuren auf der Bühne sitzt. Andrea Winter hingegen hat eher die Rolle der Intendanz, d.h., der geschäftlichen und organisatorischen Leitung – die Korrespondenz mit der Presse gehört dazu.

Hoher zeitlicher Aufwand

Der zeitliche Aufwand für den Auswahlprozess ist nicht zu unterschätzen, er beinhaltet auch das Lektorat. Aber Edeltraud Dietrich ist inzwischen routiniert: „Mit der Zeit hat man ein Gefühl dafür, was passen und wer welche Rolle spielen kann“. Erleichtert wird dies dadurch, dass die Truppe eine hohe Konstanz in der Zusammensetzung aufweist. Aber auch für Neuzugänge ist die Truppe offen.

Auch der Probenaufwand ist nicht zu unterschätzen: seit Juli wird einmal wöchentlich geprobt, in den vier Wochen vor den Aufführungen dann zweimal wöchentlich. Ein Zeitaufwand, den die Truppe insbesondere in dieser Saison gerne erbringt: „Ich hätte fast alle Rollen gespielt“, so Andrea Maier, die die Rolle der Mathilde Pfeiffle übernommen hat, „die Rollen sind super verteilt wie noch nie“.

Erfolg begeistert

Was bringt einen zum Theaterspielen? Es ist der Erfolg auf der Bühne, so alle unisono, und auch die gute Stimmung in der Truppe sorgt für die Theaterbegeisterung. Daneben sind aber alle noch im Verein in anderen Bereichen aktiv: „Es ist ein Mordseinsatz, den jeder bringt“, und der bei den Aufführungen für ein begeistertes Publikum sorgt. Das im Übrigen auch schon bei der Generalprobe.

Pfarrsaal in Gauselfingen als idealer Spielort

Der Pfarrsaal in Gauselfingen ist der ideale Spielort. Größe, Akustik, Bühne, die Tatsache, dass die Kulissen in der Endphase der Proben stehen bleiben können: alles passt. Aber es gibt natürlich auch Herausforderungen bei der Theaterarbeit: die Kosten für die Tantiemen an die Verlage, die schon mal einen höheren Betrag annehmen können, die Mietkosten, die Kosten der Ausstattung müssen hereingespielt werden. Mit dem Eintrittspreis – neun Euro pro Person – tragen die Besucherinnen und Besucher dazu bei, dass die lange Theatertradition auch in Zukunft erhalten bleibt.

Vorverkauf läuft

Karten gibt es im Vorverkauf beim Geflügelhof Hans Mauz, bei der Metzgerei Martin Buck und bei der Holzofenbäckerei Weber, aber auch noch an den Abendkassen. Gespielt wird am Samstag, 8. November, und am Sonntag, 9. November, sowie am Samstag, 15. November, und am Sonntag, 16.November.

Wer einen unterhaltsamen und vergnüglichen Theaterabend nicht versäumen will, sollte – dringende Empfehlung der Redaktion - an einem der genannten Termine in den Pfarrsaal der Gauselfinger St. Peter-und Paul-Kirche gehen. Beginn ist samstags um 19.30 Uhr, sonntags um 15 Uhr.