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Tuningen Blick hinter Gleitschirm-Kulissen

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IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez (rechts) und U-Turn-Geschäftsführer Thomas Vosseler mit dem Prototyp der elektrisch angetriebenen Aufstiegshilfe für Gleitschirme, die U-Turn zur Marktreife entwickelt hat. Foto: IHK Foto: Schwarzwälder-Bote

Der IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez besuchte die U-Turn GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Tuningen entwickelt innovative Produkte für den Gleitschirm-Sport.

Tuningen. "Mit einem Gleitschirm einen Looping zu fliegen galt in der Szene lange Zeit als ein Ding der Unmöglichkeit. Wir haben bewiesen, dass es geht": Die Freude über diesen Coup ist Thomas Vosseler auch heute, einige Jahre nach der Markteinführung des weltweit ersten Looping-fähigen Gleitschirms, noch deutlich anzumerken.

Vosseler, selbst begeisterter Gleitschirmflieger "der ersten Stunde", ist einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der U-Turn GmbH. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Tuningen ist heute mit einem Jahresumsatz von rund 2,5 Millionen Euro einer der beiden weltweit führenden Produzenten von Gleitschirmen. 18 Gleitschirmmodelle sind derzeit im Programm, das Spektrum reicht vom Einsteiger- bis zum Akrobatikmodell.

Bei einem Arbeitstreffen gewann Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg einen vertieften Ein blic k hinter die Kulissen des Unternehmens. Albiez be zeichnete es als "Innovationsschmiede im Bereich Gleitschirmsport und einen der zahlreichen Hidden Champions, die sich in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg finden". "Safe Fun" – lautet der Leitsatz, dem sich die Firma verschrieben hat. "Bei der Entwicklung unserer Produkte zählt für uns nicht das Machbare, sondern maximale Sicherheit und Qualität", erklärt Thomas Vosseler.

Geprüft werden neue Ideen, Entwicklungen und Konstruktionen im "AirLab", dem Versuchslabor, unter der Leitung von Chefkonstrukteur Ernst Strobl. Dort wurden bereits zahlreiche Innovationen bis zur Serienreife geführt, darunter der weltweit erste Looping-fähige Gleitschirm, ein System zur automatischen Flugstabilisierung und der erste kunstflugtaugliche Tandem-Gleitschirm.

Am Firmensitz in Tuningen kümmern sich zehn Mitarbeiter um die Bereiche Entwicklung, Prototypen-Fertigung, Vertrieb und Marketing. Die Serienproduktion erfolgt in Sri Lanka. Dort sind über 100 Mitarbeiter beschäftigt. "Die Herstellung von Gleitschirmen ist mit viel Handarbeit verbunden. Insofern lässt sich eine Serienproduktion in Deutschland wirtschaftlich nicht sinnvoll darstellen", erklärt Vosseler.

Die neueste, zur Marktreife gebrachte Entwicklung ist eine elektrisch angetriebene Aufstiegshilfe für Gleitschirme. "Es gibt einen Trend zum motorisierten Gleitschirmfliegen, der seinen Anfang in den USA genommen hat und immer weitere Kreise zieht. Anders als unsere Marktbegleiter haben wir frühzeitig anstelle von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe als Aufstiegshilfen gesetzt. In unserer jetzt unmittelbar vor der Markteinführung stehenden elektrischen Aufstiegshilfe stecken rund zehn Jahre Entwicklungs- und Erprobungsarbeit", erläutert Thomas Vosseler.

"Der Elektroantrieb ist perfekt geeignet für Situationen, in denen keine oder zu wenig Thermik herrscht, beispielsweise bei Starts auf relativ ebenem Gelände oder in den Abend- und Morgenstunden. Zudem ist ein elektrischer Antrieb sehr leise und umweltfreundlich", betont er. Vosseler geht davon aus, dass die neue elektrische Aufstiegshilfe den Umsatz mittelfristig kräftig befeuern wird: "Wir rechnen mit einem Umsatz von drei Millionen Euro."

Anders als die Serienfertigung der Gleitschirme, wird die Produktion der elektrischen Aufstiegshilfen nicht im Ausland, sondern am Unternehmenssitz in Tuningen erfolgen. "Bis zu 20 neue Arbeitsplätze werden wir dazu schaffen", blickt er voraus. Eine Produktionshalle ist bereits angemietet, eine ganze Reihe der neuen Elektroantriebe ausgeliefert.

Eine Standortverlagerung hat Thomas Vosseler, wie er auf Nachfrage von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez bestätigte, noch nie in Erwägung gezogen: "Sicher, wir liefern in über 80 Länder und könnten uns insofern sozusagen überall auf der Welt niederlassen. Aber als gebürtiger Schwenninger bin ich tief in der Region verwurzelt. Hier ist meine Heimat, mein Ruhepol, und hier tanke ich Kraft, lade meine Akkus auf. Woanders möchte ich nicht leben", bricht Vosseler eine Lanze für die Region.

 
 

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