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Tuningen Arbeit in luftiger Höhe

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Der Tuninger Bauhofleiter Bernd Mattes vollbringt seinen regelmäßigen Dienst auf dem Tuninger Kirchturm. Fotos: Bieberstein Foto: Schwarzwälder Bote

Die Storchenfamilie auf dem Tuninger Kirchturm ist seit vielen Jahren ein Hingucker für die Einheimischen, aber auch für viele Gäste.

Tuningen. Auf der Kirchsturmspitze, in 28 Metern Höhe, wurde vom Heimatverein mit Hilfe einer großzügigen Spende das Grundgestell für das Nest errichtet – zwischenzeitlich ist dieses fest bewohnt. Selbst im Winter bleibt zumindest ein Storch in Tuningen und verzichtet auf den langen Flug in wärmere Gefilde, so mancher hat das Gefühl, dass dieser seinen Besitzanspruch durch das Hierbleiben untermauert.

Bauhof Tuningen legt beim Trimmen des Storchennests Hand an

Über die Jahre kam jedes Jahr eine weitere Schicht mit kleinen Ästen, Moos und Erde hinzu welches das Storchenpaar unermüdlich herbei trug. Das Nest ist mittlerweile auf eine Höhe von fast 80 Zentimetern angewachsen. Das bedeutet ein hohes Gewicht auf dem Kirchturmdach und auch für den Storchennachwuchs ist solch ein Nest nicht ohne.

Der Dreck verdichtet sich dermaßen, dass bei Regen das Wasser nicht mehr ablaufen kann, wodurch die Jungen so ständig im Feuchten liegen und bei entsprechenden Temperaturen erfrieren können. Dies war 2019 der Fall – die Brut überlebte das Frühjahr nicht.

In Abstimmung mit dem Storchenbeauftragten des Landkreises, Manfred Bartler, ging man nun daran, das Nest auf ein minimales abzutragen.

Dabei war man in Tuningen im Vorteil, denn die Firma "Arbeitsbühnen Becker" im Industriegebiet hatte aktuell ein Hebebühnenfahrzeug mit einer entsprechenden Ausfahrhöhe vor Ort und Bauhofleiter Bernd Mattes wurde auf 28 Metern hoch gehievt.

Gut gesichert machte er sich mit einer Hacke mit intensiver Handarbeit daran die Schichten abzutragen. Lediglich ein zehn Zentimeter hohes Nestfundament blieb übrig. Danach musste das Dach von den heruntergefallenen Nestresten wieder gesäubert werden. Immer wieder umkreiste der Storch den Kirchturm und beobachtete dabei das Geschehen in seinem Nest. Kurz nachdem der Korb des Hebebühnenfahrzeugs samt Tuniger Bauhofsleiter wieder eingefahren war, sah man den Storch auch schon wieder in sein "Haus" einkehren wo er sich an die Arbeit machte und so manchen Ast wieder einsortierte.

Man wird das Storchpaar in den nächsten Monaten folglich weiter beobachten können wie es das Nest für seine Jungen wieder bequem macht.

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