1450 Zuschauer sahen am 15. November die 2:1-Derbypremiere des FC 08 gegen den Türk. SV Singen. Nun könnte ausgerechnet Villingen den Aufsteiger zurück in die Verbandsliga schicken.
Anfang April: Singen geht in Gmünd sang- und klanglos mit 1:5 unter, rutscht auf den 13. Rang ab. Die Konsequenz: Nach Christian Mendes, Engin Özdemir, Serdar Yalcinkaya, Ali Günes und Hakan Karaosman soll nun Slobodan Maglov den Aufsteiger vor dem drohenden Abstieg retten.
Unter Maglov, der schon früher beim TSV tätig war, läuft es zunächst auch nicht wirklich, doch zuletzt setzte Singen in Sachen Klassenerhalt mit dem 6:1 gegen den Tabellenfünften aus Essingen und dem 2:0 beim SSV Reutlingen um Marcel Sökler zwei (wichtige) Ausrufezeichen. „Wir sind nun in der Pole Position“, freut sich Teammanager Sükrü Özcan, dass die Hohentwiel-Kicker am letzten Spieltag den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können.
Die Ausgangslage
Die Gleichung ist einfach: Gewinnt Singen gegen den FC 08, spielt der TSV auch in der kommenden Runde in der Oberliga BW. Holt Singen nur einen Punkt oder verliert, dann ist der Aufsteiger auf Schützenhilfe des Karlsruher SC II angewiesen, der gleichzeitig Nichtabstiegskontrahent Türkspor Neckarsulm empfängt.
Zahlen und Fakten
Die Problemzone des Aufsteigers ist die Defensive. 79 Gegentore hat Singen nach 33 Spielen kassiert, nur Bietigheim kann da mit ebenfalls 79 „mithalten“. 51 erzielte Tore (Villingen 53) können sich dagegen sehen lassen. Zwölf davon gehen auf das Konto des Ex-Nullachters Dominik Emminger, der Singen wohl verlassen wird. Atakan Koyuncuoglu und Albert Malaj kommen auf je sechs Treffer. Eine Heimmacht ist Singen mit erst 15 Punkten auf dem Rasenplatz Süd nicht gerade.
Veränderungen im Winter
Zugänge: Ozan Suncak (Amed SK), Atakan Koyuncuoglu, Adrian-Giorgian Dumitru (beide Südstern Singen), Kader Aksan (FC Bräunlingen), Andrei Cioara (vereinslos), Giulio Marroni (vereinslos).