„Noch vielen Architektinnen gebührt mehr Anerkennung und Sichtbarkeit“: Ursula Schwitalla Foto: Vera Reschke/Vera Reschke

Frauen in der Architektur sollen sichtbarer werden: Dabei soll ein internationaler Preis für Architektinnen helfen. Zu den Initiatorinnen zählt die Tübinger Kunsthistorikerin Ursula Schwitalla.

Berlin/Tübingen - Die Tübinger Kunsthistorikerin Ursula Schwitalla und die Berliner Architektin Christiane Fath haben einen Internationalen Preis für Architektinnen initiiert. Ausgelobt wird die Auszeichnung vom Verein Diversity in Architecture, der im Juni in Berlin gegründet wurde. Ziel des anlässlich der 17. Architekturbiennale in Venedig lancierten Preises sei, das Gleich­gewicht zwischen ausgezeichneten Architektinnen und Architekten zu unterstützen und Role Models für die jüngere Generation der Architektinnen zu würdigen, heißt es in einer Mitteilung. Der Preis soll 2023 erstmals an internationale Architektinnen vergeben werden.

Sichtbarkeit von Frauen stärken

Das Kuratorium werde sich 2022 kosmopolitisch und divers aus fünf Kontinenten zusammensetzen. Der Verein, der die Sichtbarkeit von Frauen in der Architektur stärken will, sucht noch nach Mitstreitern und Mitgliedern. Die Kuratorin und Autorin Ursula Schwitalla verantwortet die Vortragsreihe „Architektur heute“ an der Universität Tübingen und hat im Frühjahr die Publikation „Frauen in der Architektur. Rückblicke, Positionen, Ausblicke“ herausgegeben.