Soll künftig klimafreundlicher beleuchtet werden: das Sportgelände des TSV Straßberg Foto: Horst Schweizer

Der TSV Straßberg will klimafreundlicher werden und stellt die Flutlichtanlage im Stadion auf LED-Technik um. Bevor er Unterstützung dafür bekommt, musste allerdings eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen werden.

Der TSV Straßberg ist jüngst in die Landesliga aufgestiegen und schlägt sich dort sehr achtbar. Seit vielen Jahrzehnten nutzt er das Sportgelände, das sich im Eigentum der Gemeinde befindet; einen schriftlichen Pachtvertrag gab es bisher jedoch nicht.

Die Alten fressen viel zu viel Energie

Das soll jetzt anders werden. Der Hintergrund: Die Metalldampflampen der Flutlichtanlagen im Stadion und auf dem Trainingsplatz sind mittlerweile zwischen 30 und 40 Jahre alt und fressen entsprechend viel Energie. Fällt eine Lampe aus, schlägt ihre Erneuerung mit rund 500 Euro inklusive Montage zu Buche – vorausgesetzt sie und das Vorschaltgerät sind noch erhältlich, was künftig allerdings nicht mehr garantiert ist.

Aus diesem Grund plant der TSV, die gesamte Flutlichtanlage im ersten und zweiten Quartal 2024 auf LED-Technik umzustellen. Für diese Umrüstung liegt dem Verein ein Angebot über 65 000 Euro vor; die Maßnahme wird von der Bundesgesellschaft Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH mit 25 Prozent und vom Württembergischen Landessportbund mit 30 Prozent gefördert.

Allerdings nur unter einer Voraussetzung: „Ohne Vorlage eines schriftlichen Pachtvertrages gibt es keine Zuschüsse“, erläuterte Bürgermeister Markus Zeiser dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung.

Der Verein bekommt Hilfe von der Gemeinde

Der Vertragsentwurf, den er mitgebracht hatte, entsprach inhaltlich weitgehend den bisherigen Regelungen; das Gremium hieß ihn gut und beschloss einstimmig, dem TSV Straßberg Stadion und Sportplatz zu verpachten und den jährlichen Vereinszuschuss um die tatsächlich anfallenden Stromkosten für die Flutlichtanlage zu erhöhen.

Ebenso geschlossen votierte er dafür, dem Verein bei der Umrüstung der Flutlichtanlage finanziell unter die Arme zu greifen. In der Vergangenheit, erläuterte Markus Zeiser, sei es Usus gewesen, dass die Gemeinde größeren Anschaffungen von Vereinen mit einem Zuschuss von 25 Prozent der Kosten bedachte. Der Verein rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 67 380 Euro; ziehe man die beiden Zuschüsse ab, müssten Verein und Gemeinde noch 30 916 Euro finanzieren. Diese Summe würde sich durch die Einsparung von Stromkosten – 3900 Euro pro Jahr – binnen acht Jahren amortisieren.