Nach der Trennung von Akin Aktepe hat der TSV Harthausen/Scher mit Stefan Bach bereits einen Nachfolger gefunden. Er wird das Team vorerst bis zur Winterpause coachen.
Vor dem immens wichtigen Kellerduell am Samstag bei der Spielvereinigung in Freudenstadt hat der TSV Harthausen/Scher einen Wechsel auf der Trainerposition vorgenommen. Die Entscheidung, sich von Akin Aktepe zu trennen, begründete Spielleiter Ernst Nawottnig gegenüber unserer Redaktion wie folgt.
„Wir wollten uns an diesen Strohhalm klammern und einen neuen Impuls setzen. Aus den vergangenen acht Spielen haben wir nur einen Sieg geholt. Wir hatten das Gefühl, dass Akin nicht mehr ganz an die Mannschaft rankommt.“ Am Sonntag, und damit einen Tag nach der 0:1-Pleite gegen Croatia Reutlingen, wurde die Entscheidung getroffen und Aktepe in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt.
Kurze Worte von Akin Aktepe
Dieser sagt zu seinem Aus: „Ich kann nur sagen, dass ich seit Sonntag freigestellt bin. Ich habe in jedem Spiel und in jedem Training immer alles gegeben und wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute.“
Als Nachfolger wurde Stefan Bach installiert, dieser ist beileibe kein Unbekannter. Lange Jahre trainierte er den TSV Straßberg, bis zuletzt war er als Spieler beim TSV Benzingen aktiv – dort war er in der Vergangenheit ebenfalls schon Spielertrainer. „Er brennt wieder auf eine Aufgabe und ist voll motiviert. Er wird nun die drei Spiele bis zur Winterpause machen und dann werden wir miteinander sprechen“, so Nawottnig. Ein längerfristiges Engagement sei keinesfalls ausgeschlossen.
Dies bestätigt Bach selbst ebenfalls auf Nachfrage. „Wir haben uns jetzt mal für diese drei Spiele commited. Es war zu wenig Zeit über andere Dinge zu sprechen, die jetzt aber auch erstmal nicht wichtig sind. Wir haben relativ spontan am Montagabend miteinander gesprochen und ich habe dann zugesagt.“
Kennenlernen im Fokus
Unbekannt ist die Mannschaft für Bach keineswegs, so gab es in den letzten Jahren immer wieder Aufeinandertreffen auf dem Platz. Er sagt aber auch „Persönlich ist es natürlich nochmal anders als wenn man gegeneinander spielt. Ich werde versuchen sofort mit den Führungsspielern und Kapitänen zu sprechen, um eine gute Basis für Samstag zu schaffen“; so Bach.
Wichtige Partie
Dann geht es – sofern das Wetter mitspielt – beim Tabellenschlusslicht in Freudenstadt um wichtige Punkte. „Die Situation ist sehr anspruchsvoll und für mich auch Neuland“, sagt Bach in Bezug auf die Kurzfristigkeit der Aufgabe. Er ergänzt: „Ich will die Mannschaft mit ins Boot holen und nichts Unüberlegtes machen. Es geht auch darum, in welchem System die Mannschaft sich wohl fühlt.“ Am Mittwoch wird es vor dem Training eine Besprechung geben, dann folgt die erste Einheit und am Donnerstag bereits das Abschlusstraining.
Mit dem TSV Benzingen, für den Bach in dieser vier Saison Tore erzielt hat, war ein solches Szenario im übrigen klar besprochen: „Ich habe im Sommer gesagt, dass ich als Spieler weiter mache, bei einem entsprechenden Angebot aber auch schnell reagieren kann. Das hat jetzt auch reibungslos geklappt“; berichtet Bach.